Überschuss und Mangel: dramatisches Ungleichgewicht

Foto: Lisa-Marie Kasper / Tafel Deutschland e.V.

Weil Gastronomie, Hotels und Caterer derzeit nur eingeschränkt arbeiten können und als Abnehmer auf den Großmärkten fehlen, entstehen palettenweise Überschüsse an Großpackungen und frischer Ware. Gleichzeitig werden wegen steigender Nachfrage die Lebensmittel in den Supermärkten zwischenzeitlich knapp und teurer.

Die Tafeln bekommen diese Auswirkungen zu spüren: Supermärkte haben weniger Waren übrig, die Spenden an die Tafeln gehen zurück. Gleichzeitig steigen die Angebote an Großspenden. Hier stoßen jedoch auch die Tafeln, die größten Lebensmittelretter in Deutschland, an ihre Grenzen. Trotz einer soliden Infrastruktur aus Zwischenlagern und großen Kühltransportern, können die Tafeln diese Mengen an Großspenden nicht bewältigen. Was in der aktuellen Situation besonders dramatisch ist, denn die Kundenzahl der Tafeln steigt in Folge der Corona-Pandemie stetig an.

Für den Ausbau ihrer Infrastruktur sind die Tafeln auf Unterstützung angewiesen, die nicht allein durch Spendengelder realisiert werden kann. Die Tafeln fordern daher seit langem finanzielle Unterstützung vom Staat, um die Infrastruktur auszubauen, damit mehr Lebensmittel vor der Vernichtung gerettet werden können und Menschen unterstützt werden, die diese Hilfe dringend benötigen.  

Lesen Sie mehr zu diesem Thema in unserer Pressemitteilung.


Lebensmittelrettung ist Klimaschutz

Weltweit wird jedes dritte Lebensmittel für die Tonne produziert. In Deutschland landen laut WWF-Studie rund 18 Millionen Tonnen Lebensmittel pro Jahr ungenutzt im Müll. Statistisch gesehen sind das alle Nahrungsmittel, die von Januar bis Mai produziert werden. Der Tag der Lebensmittelverschwendung am 2. Mai macht auf das große Verschwenden aufmerksam. Tafel Deutschland hat dieses Jahr unter das Motto „Lebensmittel retten, Klima schützen“ gestellt.


Zurück