Zwischen Überfluss und Mangel: Tafeln in Deutschland und Europa

(Foto: Viviane Wild / Bundesverband Deutsche Tafel e.V.)

Heute fand der traditionelle Jahresempfang des Bundesverbandes Deutsche Tafel e.V. in Berlin statt. Der Empfang bildet den Auftakt für den achten bundesweiten Deutschen Tafeltag rund um den 4. Oktober.

Der Auftaktempfang wird alljährlich zum Anlass genommen, um die wichtigsten Förderer der Tafel für ihr Engagement mit dem „Tafelteller“ auszuzeichnen.

 

Ausgezeichnet!

Überreicht wurden die „Tafelteller“ von der Bundesfamilienministerin und Schirmherrin der Tafel Manuela Schwesig (SPD) und dem Vorsitzenden des Bundesverbandes Jochen Brühl.

Erstmalig nahmen auch 12 Vertreter der Jungen Tafel am Tafelempfang teil und gaben Auskunft über Beweggründe, Inhalte und Herausforderungen im Rahmen ihres ehrenamtlichen Engagements.

Jochen Brühl, Vorsitzender des Bundesverbandes, hob in seiner Rede zum Auftakt des Deutschen Tafeltages hervor, dass langjähriges Engagement keine Selbstverständlichkeit sei und würdigte die große Einsatzbereitschaft der Ehrenamtlichen, der Spender und Sponsoren. „Sie sind unsere Muskelkraft und helfen uns, wie jetzt zum Erntedankfest, ein bundesweites Zeichen für Solidarität und Mitmenschlichkeit zu setzen. Ihnen gebührt unser herzlicher Dank“, so Brühl.

 

Perspektiven(Wechsel)

Thematisch stand die Veranstaltung in diesem Jahr unter dem Motto „Zwischen Überfluss und Mangel: Tafeln in Deutschland und Europa“. In Europa werden jährlich 89 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Allein in Deutschland sind es 20 Millionen Tonnen pro Jahr. Gleichzeitig nutzen hierzulande etwa 1,5 Millionen Menschen die Angebote der Tafeln. Entsprechend lag der Fokus der drei Impulsvorträge auf der deutschen und europäischen Perspektive von Überfluss und Mangel. Annemarie Dose, Gründerin der Hamburger Tafel und der Tafel-Stiftung, Jürgen Matern, Metro AG und Prof. Stefan Jung, Beirat Bundesverband Deutsche Tafel e.V., gingen den Fragen nach, wie soziale Notlagen gelindert und gleichzeitig ein Bewusstsein für ein sozialverträgliches Miteinander geschärft werden kann. Wie wichtig europäische Solidarität mit den sozial Notleidenden ist und wie die massive Lebensmittelverschwendung in Europa verringert werden kann.

Weitere Informationen und Impressionen zum Empfang finden Sie auf unserer Facebook-Seite

 

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