Gipfeltreffen der Tafeln geht zu Ende

13.06.2015 | Pressemitteilung | Ereignis

Am heutigen Samstag endete das dreitägige 21. Bundestafeltreffen in Augsburg. Zum alljährlichen Gipfeltreffen der deutschen Tafeln kamen etwa 700 Vertreterinnen und Vertreter der 923 gemeinnützigen Tafeln. Erstmals fand das Bundestafeltreffen in Bayern statt. Austausch und Information prägten auch in diesem Jahr die Veranstaltung. Die Delegierten diskutieren über die Zunahme von Flüchtlingen bei den Tafeln, Lebensmittelgesetzgebung in europäischen Ländern, über Maßnahmen zur Verringerung der sozialen Ungleichheit und über die zukünftige Entwicklung der Tafeln in Deutschland.
 
Innerverbandlich lag der Fokus auf der Mitgliederversammlung und der anschließenden Wahl des neuen geschäftsführenden Vorstandes. Jochen Brühl wurde wiedergewählt und wird dem Bundesverband die nächsten vier Jahre als Vorsitzender vorstehen.
 
Seine zweite Amtszeit stellt Brühl unter den Leitspruch „Die Tafeln fit für die Zukunft machen“. „Die Tafeln stehen vor großen Herausforderungen“, so Brühl. „Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, werde ich die Professionalisierung der Tafel-Arbeit weiter vorantreiben“. „Ein erster wichtiger Schritt wird es sein“, so der Vorsitzende, „die Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements an die veränderte Lebenssituation von jungen Menschen anzupassen, indem z.B. projektbezogene Einsatzmöglichkeiten geschaffen werden. Die Ehrenamtlichen sind unser höchstes Gut und in dieses Gut gilt es zu investieren.“
 
Als Stellvertreter wurden Imke Eisenblätter, Dagmar Kessling und Kai Noack gewählt. Willy Wagenblast wurde erneut zum Schatzmeister gewählt.
 
Lange Tafel beendet das Bundestafeltreffen 2015
Zur Langen Tafel auf dem Augsburger Rathausplatz kamen etwa 1.000 Menschen zu einem kostenfreien Mittagessen zusammen. Die Lange Tafel bildet traditionell einen der Höhepunkte des Bundestafeltreffens und setzt ein weithin sichtbares Zeichen für ein solidarisches Miteinander in der Gesellschaft. Während der Langen Tafel finden Begegnungen und Austausch zwischen Tafel-Aktiven, Bürgern, Politiker und Sponsoren statt. Zu den Gästen zählten neben dem Schirmherren des Bundestafeltreffens Dr. Kurt Gribl unter anderem Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth und der Weltrekordtreppenläufer Marek Schuster.
 
Mit Spannung erwartet wurde die Auflösung der Stadtwette „Stramme Waden für die Augsburger Tafel“. Diese fand im Vorfeld des Bundestafeltreffens am 20. Mai in der Friedensstadt Augsburg statt. Der Vorsitzende des Bundesverbandes, Jochen Brühl, wettete, dass die Augsburgerinnen und Augsburger 222.222 Stufen auf der Eisenbergtreppe für die Tafeln ersteigen. Schirmherr und Augsburger Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl hielt dagegen.
 
Das Ergebnis der Stadtwette hat alle Erwartungen übertroffen. 930.639 Stufen wurden erstiegen und das angestrebte Ziel von 222.222 Stufen mehr als vervierfacht.
  
„Ich habe erwartet, dass mein Kalkül bei der Stadtwette aufgeht. Weil die Augsburgerinnen und Augsburger die 222.222 Stufen selbstverständlich erstiegen haben, kann ich jetzt auch meinen Wetteinsatz für den guten Zweck einlösen. In den großen Schulferien bin ich am Freitag, 21. August, vormittags in der Ausgabestelle Oberhausen im Hirtenmahdweg 8 und packe mit an. In ganz Augsburg engagieren sich 200 ehrenamtliche Helfer für die Tafel. Ihr Einsatz ist unverzichtbar, damit unsere Stadtgesellschaft menschlich bleibt. Dazu kann jeder einen Beitrag leisten; Da gehe ich gerne mit gutem Beispiel voran“, so Dr. Kurt Gribl im Anschluss an die Auflösung der Stadtwette. 
 
Die Rewe Group als langjähriger Unterstützer der Tafeln hatte sich im Vorfeld bereit erklärt, für 222.222 erlaufene Stufen 22 Tonnen Lebensmittel an die Augsburger Tafel zu spenden. Aufgrund des großen Einsatzes der Augsburgerinnen und Augsburger bei der Stadtwette erhöhten REWE und PENNY das Spendenvolumen auf 33 Tonnen. Hinzu kommen über 2 Tonnen Lebensmittel, die von den elf Augsburger REWE-Märkten mit Spendenaktionen erzielt wurden. Die Augsburger Tafel erhält in Summe eine Lebensmittelspende von mehr als 35 Tonnen.