18 Jahre für die Tafeln: Bundesverband dankt Annemarie Dose

02.11.2012 | Pressemitteilung | Verband

Innerhalb der Tafel-Landschaft gilt Annemarie Dose als Institution. Nachdem sie 1993 über die Medien von der Arbeit der Berliner Tafel erfahren hatte, entschied sich die damals 66-Jährige eine eigene Hilfseinrichtung nach dem Vorbild der Berliner Tafel zu gründen. Im Sommer 1994 nahm die Hamburger Tafel ihre Arbeit auf. Annemarie Dose wurde ihre erste Vorsitzende und ist bis heute ihr Gesicht und ihre Stimme. Am 7. November verabschiedet sich die 84-jährige Trägerin des Bundesverdienstkreuzes offiziell in den Ruhestand.

„Wir können Annemarie Dose nicht genug danken für das, was sie geleistet hat – für die bedürftigen Hamburgerinnen und Hamburger und für die Tafeln in Deutschland“, würdigte Gerd Häuser das unermüdliche Engagement der Gründerin.

„Mit Herzenswärme gegenüber benachteiligten Menschen und mit Hartnäckigkeit im Kontakt mit Spendern sowie anderen Förderern hat Annemarie „Ami“ Dose die Hamburger Tafel zu dem gemacht, was sie heute ist: eine der bekanntesten gemeinnützigen Hilfseinrichtungen in Norddeutschland. Bei der Begegnung mit Politikern und Unternehmern nimmt sie kein Blatt vor den Mund. Sie weiß aus unzähligen persönlichen Begegnungen, wie schwer es gerade bedürftige Familien mit Kindern oder Senioren haben“, charakterisiert Gerd Häuser die stets agile Tafel-Pionierin.

Annemarie Dose wurde 1928 in der Nähe von Meißen (Sachsen) geboren. Seit 1952 lebt sie in Hamburg. Für ihre Verdienste wurde die Mutter zweier Töchter und Großmutter von fünf Enkelkindern mehrfach ausgezeichnet. Der Hamburger Tafel wird Annemarie Dose als Ehrenvorsitzende beratend weiter zur Seite stehen.

Die Hamburger Tafel ist eine der ältesten und auch eine der größten von mittlerweile fast 900 Tafeln in ganz Deutschland. Etwa 120 ehrenamtliche Helfer sammeln täglich Lebensmittel- und Sachspenden und verteilen sie an etwa 80 karitative Einrichtungen in der Stadt. Mit ihrer Arbeit erreicht die Hamburger Tafel etwa 10.000 hilfebedürftige Menschen. Die 2002 gegründete Annemarie-Dose-Stiftung unterstützt die Arbeit der Hamburger Tafel – aber auch zahlreiche andere Tafeln in Deutschland.