Ein Blick zurück

Februar 2018: Die Tafel-Bewegung wird 25 Jahre alt. In unserem Zukunftsjahr passiert eine ganze Menge. Alle Aktionen und Veranstaltungen finden Sie hier.


September 2017: Die Tafeln sind museumsreif. Das Haus der Geschichte in Bonn beschäftigt sich in der Ausstellung „Mein Verein“ mit dem Vereinswesen in Deutschland. Da dürfen die Tafeln natürlich nicht fehlen. Die Ausstellung läuft vom 06.09.2017 bis zum 04.03.2018. Anschließend wird die Ausstellung ein halbes Jahr in Leipzig zu sehen sein.

Juli 2017: Start des Projektes von Sodexo „Lecker kochen! Von der Tafel auf den Familientisch“. Das Projekt ist eine Weiterführung des Pilotprojekts „Lecker tafeln!“, das im gleichen Jahr vom BMEL mit dem Engagementpreis „Zu gut für die Tonne“ ausgezeichnet wurde.

Juni 2017: Auf der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Deutsche Tafel e.V. in Potsdam beschließen die Mitglieder die Umbenennung des Verbandes in Tafel Deutschland e.V. Einher geht damit der Schritt zum gemeinsamen Markenauftritt der Tafel-Bewegung. Mit einem gemeinsamen Logo und Firmierung beginnen zahlreiche Tafeln und die Landesverbände sich dem neuen Erscheinungsbild anzuschließen.

Februar 2017: Eröffnung des Tafel-Logistikzentrums in Finsterwalde als deutschlandweites Pilotprojekt. Es sorgt dafür, dass insbesondere große Lebensmittel- und Sachspendenmengen lastzugweise abgenommen, zwischengelagert, umsortiert und in kleineren Mengen an die umliegenden Tafeln in Brandenburg weitergegeben werden können. Der Dachverband unterstützte und begleitete den Aufbau des Logistikzentrums. Finanziert wurde das Zentrum durch Spenden der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“, der Lidl-Pfandspende und einer Spende des Global FoodBanking Network (GFN), ermöglicht durch die Stiftung von Enterprise Rent-A-Car.


2015/2016: Die Tafeln leisten einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der sogenannten Flüchtlingskrise. Statt wir schaffen das, heißt es bei uns: Wir machen das. Zeitweise kommen über 250.000 Personen zusätzlich zu den Tafeln.  

November 2016: Der Dachverband und die Tafel-Akademie veranstalten die erste Fachtagung zum Thema Flucht & Asyl in Berlin. Diese füllt die Lücke zur Mitgliederversammlung 2017, da diese künftig nur noch alle 2 Jahre stattfindet. An der Fachtagung nehmen 220 Tafel-Aktive sowie Gäste aus Politik und Verbänden teil. Die Tafel Jugend erarbeitet für die Tagung ein Theaterstück, welches im Anschluss stehende Ovationen erhält.

September 2016: Als letztes Bundesland hat nun auch der Freistaat Bayern einen Tafel-Landesverband. 49 bayerische Tafeln gründeten in Ingolstadt den Tafel Landesverband Bayern e.V.

August 2016: Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat die Tafel Deutschland das Projekt HeimatTafel ins Leben gerufen. Ziel des dreijährigen Projektes ist es, die lokalen Tafeln bei der Qualifizierung und Förderung des ehrenamtlichen Engagements für Geflüchtete zu unterstützen.

Juni 2016: Gefördert von Aktion Mensch startet die Tafel-Akademie das 3-jährige Projekt Bildung schafft Integration, in dem zunächst erste Pilottafeln Schulungen zu Themen rund um Flucht und Integration erhalten. Mittlerweile wurden 264 Bildungstage mit Tafel-Aktiven aus 49 Tafeln durchgeführt.

Januar 2016: Die Tafel-Akademie nimmt als gemeinnützige Gesellschaft die Arbeit auf. Sie veranstaltet bundesweit Seminare, bietet Fachveranstaltungen an und ermöglicht den Erfahrungs- und Wissensaustausch der Ehrenamtlichen und Bundesfreiwilligen.


Ende 2015 kommt das Sonderprogramm Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug dazu, was gut angenommen wird. Der Bundesfreiwilligendienst wird damit um eine Komponente erweitert: insbesondere junge Geflüchtete die nach Deutschland kommen, haben die Chance, deutsch zu lernen, sich einzubringen, soziale Kontakte zu knüpfen und durch die Seminare verschiedene Orte in Deutschland zu besuchen.

Oktober 2015: Der Dachverband richtet den Förderfonds „Tafeln - Leben - Integration“ ein. Mit den Geldern, die für Projekte bei örtlichen Tafeln bestimmt sind, wird die Integration und Teilhabe von Flüchtlingen und Asylsuchenden unterstützt.

September 2015: Die Tafeln sind erstmals beim Bürgerfest des Bundespräsidenten vertreten. Der Dachverband stellt den rund 20.000 Besuchern die Arbeit der Tafeln mit einem eigenen Stand und einer langen Tafel mit „besten Resten“ vor.

April 2015: Der Dachverband und foodsharing schließen eine Kooperation. Im Vordergrund steht dabei das gemeinsame Ziel, die immense Lebensmittelverschwendung zu stoppen. Während die Tafeln Lebensmittel ausschließlich an bedürftige Personen abgeben und aufgrund ihres deutschlandweiten Logistiksystems große Spendenmengen verteilen können, richtet sich das Angebot von foodsharing sowohl an bedürftige als auch an nicht-bedürftige Menschen und das in zumeist kleineren Mengen.

März 2015: Der Dachverband veröffentlicht sein Grundsatzpapier „Anerkennung statt Ausgrenzung. Charta gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ und stellt klar: Für Rassismus und Rechtsextremismus ist bei den Tafeln kein Platz. Viele der Mitgliedstafeln beteiligen sich an der Kampagne und nehmen mit Aktionen an den „Internationale Wochen gegen Rassismus“ teil. Der Dachverband ist seit 2014 Bündnispartner der Internationalen Wochen.


September 2014: Die Initiative „Genießt uns! Gegen die Verschwendung von Lebensmitteln vom Erzeuger bis zum Verbraucher“ von Welthungerhilfe, WWF Deutschland, Tafel Deutschland e.V., Verbraucherzentrale NRW e.V., United Against Waste e.V. und foodsharing.de wird gegründet. Erste Aktion: Pausenbrote an Politiker verteilen.

Mai 2014: Das Kuratorium wird gegründet. Die Mitglieder des Kuratoriums sind Vertreter wichtiger Partner des Verbandes und beraten den Vorstand der Tafel Deutschland e.V. in strategischen Fragen zur Verbandsentwicklung und fungieren als Tafel-Botschafter in ihrem jeweiligen Umfeld.

März 2014: Der Fußballverein Hansa Rostock macht auf seinem Trikot „Platz für Solidarität“. Beim Heimspiel am 29. März gegen die Stuttgarter Kickers prangt das Logo der Tafeln auf den Trikots der Rostocker.

Anfang 2014: Die Tafel Jugend (vormals Junge Tafel) wird gegründet. Sie ist die junge Engagementplattform für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 29. Für die Tafel Jugend gibt es ein umfangreiches Bildungsprogramm, in Form von Workshops, Seminaren und Netzwerk-Treffen. Die jungen Menschen werden mit Know-how rund um die Tafel- und Verbandsarbeit ausgestattet. Gemeinsam mit der Tafel Jugend machen wir die Tafel-Bewegung zukunftsfähig und entwickeln sie mit innovativen Ideen weiter.


Oktober 2013: Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Tafel-Bewegung in Deutschland verabschiedet der Dachverband den Appell für ein sozial gerechteres Deutschland.

Juni 2013: Vom Jahrhunderthochwasser sind zahlreiche soziale Einrichtungen betroffen, darunter auch Tafeln. Einige Tafeln in Sachsen, Sachsen-Anhalt und in Teilen von Bayern und Brandenburg haben ihre Arbeit stark einschränken oder vorübergehend ganz einstellen müssen. Der Dachverband richtet einen Flutnothilfefonds ein.


November 2012: Gemeinsam mit dem Verbraucherministerium und Slow Food Deutschland startet der Dachverband die bundesweiten Aktionstage gegen Lebensmittelverschwendung „Zu gut für die Tonne!“.

Juli 2012:
Im Streit mit dem Fiskus muss ein Bäcker aus Sachsen Tausende Euro Steuern nachzahlen. Alles nur, weil er Brot an die Tafel gespendet hat. Andere Bäcker sind verunsichert – die Tafeln machen Druck auf die Politik. Das Bundesfinanzministerium entscheidet umgehend: dass der Wert von gespendeten Lebensmitteln, insbesondere Backwaren, nicht der Umsatzsteuerpflicht durch die Spender unterliegt, wenn deren Haltbarkeitsdatum abläuft. Der Wert der gespendeten Backwaren wird auf null Euro gesetzt. Insofern darf in der Praxis hierfür keine Umsatzsteuer anfallen, auch wenn Lebensmittelspenden grundsätzlich umsatzsteuerpflichtig sind.

Februar 2012:
Das Pfandspendenprojekt, das der Dachverband und Lidl durchführen, ist von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ als „Ausgezeichneter Ort 2012“ prämiert worden.


Oktober 2011: Der Dachverband wird Zentralstelle im Bundesfreiwilligendienst (BFD). Seitdem haben wir fast 4.000 BFDler betreut, die die lokalen Tafeln unterstützt haben.

September 2011:
Deutsch-Französisches Treffen der Hilfsorganisationen in der Erkner Tafel. Der Dachverband solidarisiert sich mit karitativen Hilfswerken Frankreichs und fordert die EU zu größeren Anstrengungen im Kampf gegen die Armut in Europa auf.

Juni 2011:
Der Dachverband beruft einen Beirat als festes Gremium ein. Der Beirat besteht aus Experten unterschiedlicher Fachrichtungen, die Empfehlungen für die künftige Ausrichtung der Tafel-Arbeit abgeben.

Januar 2011:
Spitzen-Eishockey zugunsten der Tafeln. Das DEL-Spiel Eisbären Berlin gegen DEG METRO STARS wird am 23. Januar im Rahmen einer Benefizveranstaltung ausgetragen: Die Erlöse aus dem freien Ticketverkauf gehen als Spende an die Tafeln.


Dezember 2010: Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat sein anerkanntes Spenden-Siegel dem Dachverband der Tafeln in Deutschland zuerkannt. Nun ist es offiziell: der Dachverband arbeitet transparent und geht sehr sorgsam mit den ihm anvertrauen Spendengelder um. Seit 2010 wird das Spenden-Siegel jährlich verlängert. 


Mai 2009: Mit einem Sprinter Kühlfahrzeug unterstützt Mercedes-Benz zum 500. Mal eine Tafel in Deutschland. Das Jubiläumsfahrzeug wird in Berlin im Beisein der Schirmherrin der Tafeln, Familienministerin Ursula von der Leyen, übergeben.


Juli 2008: Das Flaschenpfand bei Lidl kann nun ganz einfach per Knopfdruck an die Tafeln gespendet werden. Dazu stehen mittlerweile 6.000 Automaten in den rund 3.200 Filialen bereit. Und so wächst über die Jahre aus vielen kleinen Spenden etwas ganz Großes: ca. 1.900 Projekte konnten (mit)finanziert werden. Wie etwa die Hausaufgaben-Hilfe für benachteiligte Kinder, ein interkultureller Tafel-Garten oder Solaranlagen zur autonomen Stromversorgung der Tafel vor Ort.

März 2008:
Lidl startet die Lidl-Pfandspende in einer Testregion mit den Regionalgesellschaften in Niedersachsen. Hier wird der Grundstein für das bundesweite Lidl-Pfandspendenprojekt gelegt.


Oktober 2007: Gemeinsam mit METRO startet der Dachverband eine gemeinsame bundesweite Wohltätigkeitsaktion zugunsten der Kinder bei den Tafeln. In diesem Zusammenhang stellen beide Partner ihr neues Kinderkochbuch vor, dessen verkaufserlös den lokalen Tafeln zugutekommt.

September 2007: Der erste Deutsche Tafel-Tag wird ins Leben gerufen. Bundesweit laden viele der über 700 lokalen Tafeln Bürgerinnen und Bürger ihrer Städte und Gemeinden zu den unterschiedlichsten Aktionen an öffentlichen Plätzen oder in ihren Räumlichkeiten ein.

Juni 2007:
Die Ergebnisse der dritten Tafel-Umfrage werden veröffentlicht. Unterstützten die Tafeln im Jahr 2005 noch rund 500.000 Menschen regelmäßig mit Lebensmitteln, sind es inzwischen ca. 700.000 bedürftige Personen. Das entspricht einem Zuwachs von 40%. Und: Derzeit leben 51% der bundesdeutschen Bürger in Gemeinden mit eigener Tafel.

Februar 2007:
Der Bundespräsident, Horst Köhler, und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, laden zum Benefizkonzert zugunsten der Tafeln in die Berliner Philharmonie. Die Philharmoniker spielen unter der Leitung ihres Chefdirigenten, Sir Simon Rattle, Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“.

Januar 2007:
Die erste große Spendenaktion für die lokalen Tafeln zahlt sich aus. 586 Tafeln erhalten anteilig einen Erlös der METRO-Spende von 800.000 Euro.


August 2006: Die Tafel-Idee boomt. Mit der Korbacher Tafel (Hessen) hat sich die 600. Tafel in Deutschland gegründet. Damit setzt sich das rasante Tafel-Wachstum fort. Weitere 130 Tafel-Initiativen stehen in den Startlöchern.

Mai 2006:
In Sachsen wir der erste Landesverband der Tafeln gegründet.

Februar 2006:
Bundespräsident Horst Köhler verleiht Gerda Hohaus die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Ab 2001 wirkte die engagierte Preetzerin auch im Dachverband mit, um dort 2002 die Aufgaben der Schatzmeisterin zu übernehmen. 2004 und 2005 war sie Vorsitzende des Dachverbandes.

Mai 2006:
Die Geschäftsstelle des Dachverbandes wird in Berlin aufgebaut. Der Sitz ist in der Französischen Straße in Mitte. Bis dato war die Geschäftsstelle als Ein-Mann oder Ein-Frau-Betrieb beim jeweiligen Vorsitzenden oder der Vorsitzenden verortet. Die METRO Group unterstützt als finanzieller Hauptsponsor die Arbeit der Berliner Geschäftsstelle und damit die Gesamtorganisation der Tafeln.


Herbst 2005: Die zweite Tafel-Umfrage unter Leitung von Dr. Vera Schäfer wird gestartet. Die Ergebnisse machen deutlich, dass sich die Tafelarbeit vor Ort, geprägt durch lokales Wachstum, in einem stetigen Wandel befindet. Es besteht ein zunehmender Bedarf an Lebensmitteln.

Januar 2005:
Einführung der sogenannten „Hartz IV“-Gesetze. Das Arbeitslosengeld II wird zum 1. Januar 2005 eingeführt und führt die frühere Arbeitslosenhilfe und die Sozialhilfe für erwerbsfähige Hilfebedürftige zu einer Grundsicherung für Arbeitsuchende auf dem Leistungsniveau des soziokulturellen Existenzminimums zusammen. Die Einführung der „Hartz IV“-Gesetze zeigt Auswirkungen auf die Tafel-Gründungen. Während es 2004 noch 430 Tafeln sind, existieren 2006 bereits 657.


Mai 2004: Das Auftakttreffen der Tafeln und FEBA, dem europäischen Verband der Lebensmittelbanken, findet in Wuppertal statt. Ein Austausch zwischen beiden Organisationen wird initiiert.


Herbst 2002: Der Dachverband führt die erste Tafel-Umfrage durch. Veröffentlicht werden die Ergebnisse Anfang 2003. Ziel ist es, Datenmaterial zu erheben und Veränderungen in der Tafel-Landschaft aufzuspüren.


1996: Der Handelskonzern REWE Group unterstützt die Tafeln mit Lebensmitteln aus seinen Rewe-Märkten und den toom SB-Warenhäusern.
 


September 1995: Der Dachverband der Tafeln „Deutsche Tafelrunde e. V.“ wird in Berlin gegründet. Parallel findet das erste Bundestafeltreffen in Berlin-Hoppegarten statt. Noch kein Vergleich zu den Großveranstaltungen seit den 2000er Jahren. 


Herbst 1994: Nach einem Jahr haben sich bereits sieben Tafeln gegründet. 


Februar 1993: In Berlin wird die erste Tafel Deutschlands gegründet. Damals fuhren die Gründerinnen mit ihren privaten PKWs durch die Stadt, um überzählige Lebensmittel einzusammeln. Die Händler von der Idee zu überzeugen, war anfänglich gar nicht so einfach, gelang aber rasch. Bald folgten weitere Tafeln – unter anderem in Hamburg, Düsseldorf und Neumünster. Die beispiellose Geschichte der Tafelbewegung in Deutschland begann.