Zeit schenken

Der Kontakt mit anderen Menschen ist wichtiger Teil der Tafel-Arbeit. Über die Weitergabe von Lebensmitteln kommen Menschen bei den Tafeln miteinander ins Gespräch und erfahren, was andere bewegt und vor welchen Fragen und Herausforderungen ihr Gegenüber steht. Mit dem Motto: „Lebensmittel retten. Zeit schenken“ stellt Tafel Deutschland 2019 das Miteinander und das Einanderzugewandtsein in den Mittelpunkt.

Das Motto soll gleichzeitig anregen, selbst Zeit zu schenken und Teil der Tafel-Familie zu werden. Aktuell schenken 60.000 Frauen und Männer ihre Zeit bei über 940 Tafeln. „Zeitschenker" kann es nie genug geben: Ohne den Einsatz und Elan der Freiwilligen wäre die Arbeit der Tafeln nicht möglich. Nur so schaffen es die Tafeln Tag für Tag, bedürftigen Menschen in akuten Notsituationen zu helfen und ihnen ein Stück soziale Teilhabe zu ermöglichen. Begegnung und Austausch bei den Tafeln sind auch für die Helfenden eine Bereicherung.

Machen Sie sich selbst ein Bild und werden Sie #zeitschenker!

Zeit schenken mit dem BFD

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) entstand nach Aussetzung des Wehr- und Zivildienstes im Jahr 2011. Der BFD bietet Menschen jeden Alters nach Erfüllung der Vollzeitschulpflicht die Möglichkeit, sich für das Gemeinwohl zu engagieren.

Fast 40.000 Menschen absolvieren jährlich einen BFD in Deutschland, rund 1.000 davon bei den Tafeln. Die Tätigkeitsbereiche sind dabei so vielfältig wie die Interessen und Fähigkeiten der Freiwilligen selbst: von der Mitarbeit bei der Ausgabe und Sortierung von Lebensmitteln über Einblicke im Bereich der Logistik bis hin zu Übersetzungstätigkeiten für Tafel-Kundinnen und -Kunden.

Sie möchten einen BFD bei den Tafeln absolvieren? Mehr zum Start in den Bundesfreiwilligendienst erfahren Sie bei der Tafel-Akademie.

Zeit schenken mit der Tafel Jugend

Die Tafel Jugend ist Anlaufstelle für junge Erwachsene zwischen 16 und 29 Jahren, die sich bei den Tafeln engagieren wollen. Gemeinsam mit Gleichgesinnten lernen junge Freiwillige gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, erhalten Einblicke in die Verbandsarbeit und werden zu Lebensmittelrettern.

Du möchtest Lebensmittel vor der Tonne retten und Teil einer Bewegung werden, die Gutes tut? Sämtliche Informationen rund um die Tafel Jugend findest du hier.

Die Politik ist gefordert 

Über 60.000 Ehrenamtliche arbeiten bundesweit bei den Tafeln. Sie erfahren politische Anerkennung und Würdigung für ihren Einsatz, Armut zu lindern. Um die Bereitschaft und das Interesse am Ehrenamt in Deutschland langfristig aufrecht erhalten zu können, ist die Politik gefordert, auch finanzielle Anreize in der Ehrenamtsförderung, insbesondere im Renten- und Steuerrecht zu schaffen. Tafel Deutschland zieht die Politik zu Verantwortung und fordert eine sozial-ökologische Wende.

Unsere #zeitschenker stellen sich vor


„Als Mitarbeiter bei der Tafel tut es mir gut zu wissen, dass man Gutes tut.“

Constantin ist seit gut einem Jahr ehrenamtlich bei der Tafel in Düsseldorf tätig. Als Fahrer und Helfer beim Aussortieren der Lebensmittel ist er gerne #zeitschenker für den gemeinnützigen Zweck.


„Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und handelt.“

Gudula ist seit einem Jahrzehnt Freiwillige bei der Tafel in Ludwigsburg. Sie hilft überall da, wo man sie braucht. Was zählt: der Umgang mit Menschen und die Möglichkeit zu helfen.


„Meine Aufgabe ist es Geflüchteten beim Bestehen der Deutschkurse zu helfen, damit sie bessere Chancen bei der Integration haben. (...)“

Fathi unterstützt die Tafel in Artern seit einem guten Jahr. Er gibt geflüchteten Menschen Deutschunterricht. Die Überwindung von Sprachbarrieren ist wichtig für uneingeschränkte Teilhabe an der Gesellschaft. Deshalb ist Integration für Fathi eine Herzensangelegenheit.


„Lebensmittel vor dem Wegwerfen zu retten und sinnvolle Hilfe, die direkt und ohne Umwege bei den bedürftigen Menschen ankommt – die Kombination ist das Tolle bei den Tafeln.“

Phila unterstützt seit etwa 6 Jahren die Tafel in Düsseldorf. Es macht sie glücklich, als Fahrerin Lebensmittel retten und Menschen helfen zu können und so gleich doppelt Gutes zu tun.


„(...) wir sind ein gutes Team!“

Heinz hilft seit einem Jahr bei der Tafel Potsdam. Ihn hat die Rente zum #zeitschenker gemacht. Ob bei der Warenausgabe oder dem Sortieren von Lebensmitteln, er schenkt seine Zeit gerne der guten Sache und denen, die sie brauchen.



„Der Tafel etwas zurückzugeben ist mir wichtig, da sie einen großen Beitrag für benachteiligte Menschen leistet.“

Denise hilft seit bald fünf Jahren bei der Tafel in Artern. Ihre Aufgaben liegen bei der Lebensmittelausgabe und dem Sortieren gespendeter Ware. Sie ist selbst Tafel-Kundin und möchte durch ihr Engagement etwas zurückgeben.


„Als Beifahrer bringe ich Lebensmittel zu den Menschen, die sie dringend benötigen.“

Ahmed ist Tafel-Aktiver in Artern. Seit zwei Jahren ist er als Beifahrer für das Abholen von Lebensmittelspenden zuständig. Die Tafeln leisten wichtige und notwendige Arbeit, findet Ahmed. Ihm ist es wichtig, auch Geflüchteten den Zugang zu den Tafeln zu erleichtern.


„Es macht mir sehr viel Spaß und es werden zu viele Lebensmittel weggeworfen und die möchte ich (...) retten.“

Silvia hilft bald sechs Jahre bei der Tafel Potsdam. Sie packt überall mit an und übernimmt jeden Donnerstag die Rolle der stellvertretenden Teamleitung. Silvia ist Lebensmittelretterin aus Überzeugung, aber auch der Kontakt zu anderen über die Tafel ist ihr wichtig.


„Als Fahrer (...) habe ich die Möglichkeit, aktiv etwas gegen die zunehmende Lebensmittelverschwendung zu tun.“

Feodor hat für sein Urlaubsjahr eine sinnvolle Tätigkeit gesucht. Bei der Tafel in Düsseldorf hat er diese gefunden. Feodors Engagement ist sein Beitrag für mehr Nachhaltigkeit und bewussteren Umgang mit Lebensmitteln in unserer Gesellschaft.


„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“

Karin engagiert sich seit über zehn Jahren bei der Tafel in Artern. Sie kümmert sich um Spenden- und Sponsorenakquise. Bedürftigen Menschen zu helfen ist Karins Leidenschaft.


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