Zahlen & Fakten

Die Tafeln in Deutschland

  • 934 Tafeln mit mehr als 2.100 Tafel-Läden und Ausgabestellen (Gründung der ersten Tafel 1993 in Berlin).
  • Etwa 60 Prozent der Tafeln sind Projekte in Trägerschaft verschiedener gemeinnütziger Organisationen (z.B. Diakonie, Caritas, DRK, AWO); rund 40 Prozent der Tafeln sind eingetragene Vereine (e.V.).
  • Deutschlandweit engagieren sich ca. 60.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für die Tafeln.
  • Über 2.000 Fahrzeuge sind im Einsatz; davon haben rund 59 Prozent eine Kühl-und rund 8 Prozent eine Tiefkühlfunktion.
  • Der Dachverband der Tafeln ist der Tafel Deutschland e.V., gegründet 1995.

Die deutschen Tafeln unterstützen regelmäßig bis zu 1,5 Millionen bedürftige Personen, davon

  • 23 Prozent Kinder und Jugendliche,
  • 53 Prozent Erwachsene im erwerbsfähigen Alter (vor allem ALG-II- bzw. Sozialgeld-Empfänger, Spätaussiedler und Migranten),
  • 23 Prozent Rentner und
  • 19 Prozent Alleinerziehende.

Viele Tafeln unterstützen ihre Kundinnen und Kunden darüber hinaus mit speziellen Angeboten:

  • 16 Prozent der Tafeln unterstützen mobil eingeschränkte Kundinnen und Kunden mit Bringdiensten und schaffen mit Senioren-Treffs und Ausflügen Orte der Begegnung.
  • 40 Prozent der Tafeln bieten speziell auf Kinder zugeschnittene Angebote an: z.B. Kita-/Schulfrühstück, Hausaufgabenbetreuung, Kochkurse, Ferienfreizeiten.
  • 96 Prozent aller Tafeln unterstützen geflüchtete Menschen: mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs sowie Beratungs- und Integrationsangeboten, z.B. Deutschunterricht.
  • 47 Prozent der Tafeln unterstützen ihre Kundinnen und Kunden mit Beratung und Weiterbildungen, entweder direkt oder durch Weitervermittlung in andere Angebote.

Aktuelle Entwicklungen

  • Die Zahl der Tafeln und der unterstützenden Personen ist in den letzten Jahren stetig gestiegen.
  • Die Menge der gespendeten Lebensmittel ist tendenziell steigend, aber nicht in der Geschwindigkeit, in der die Nachfrage steigt.
  • Mit Sorge beobachten die Tafeln vor allem die weiterhin hohe Anzahl der bedürftigen Kinder und Jugendlichen. Viele bieten inzwischen eigene Kinder- und Jugendprojekte an.
  • Das Spendenaufkommen variiert regional stark.
  • Ehrenamtliche engagieren sich verstärkt für die Tafeln. Viele benötigen dennoch dringend „Nachwuchs“, um die das Wissen und die Arbeit der Gründergeneration zu übernehmen und weiterzuführen

Entwicklung der Anzahl der Tafeln in Deutschland