Tafeln fordern gleiche Chancen für alle Menschen

2 Tafel-Aktive verteilen Lebensmittel an Kund:innen.

Foto: Monique Wüstenhagen

13,4 Mio Menschen leben in Deutschland in Armut. Sie stehen nicht nur unter finanziellem Druck, sondern haben auch geringere Chancen auf höhere Bildung als Menschen aus wohlhabenderen Haushalten. Armutsbetroffene sind häufiger isoliert, haben kaum Möglichkeiten zur sozialen Teilhabe, sind anfälliger für Krankheiten und sterben im Durchschnitt früher. Pandemie und Inflation verstärken das Problem: Auch in Deutschland wird der Unterschied zwischen Arm und Reich größer. Eine dramatische Bilanz, besonders für unser reiches Land!

Tafeln unterstützen armutsbetroffene Menschen mit Lebensmitteln und schaffen Orte der Begegnung. Damit entlasten sie ihre Kundinnen und Kunden finanziell und ermöglichen ihnen, am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilzuhaben.

Trotzdem bleibt Armut ein strukturelles Problem, das u.a. Alleinerziehende, Erwerbslose und Haushalte mit drei oder mehr Kindern überdurchschnittlich oft betrifft. Nur die Politik kann diese Schieflage nachhaltig ausgleichen: Zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit bekräftigt Tafel Deutschland deshalb die Forderung nach Soforthilfen und langfristig nach armutsfesten Regelsätzen. Jeder Mensch soll die gleichen Chancen erhalten – unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion, körperlichen Voraussetzungen sowie nationaler und sozialer Herkunft!