Internationaler Frauentag am 8. März

Foto: Philip Wilson

Am 8. März ist Internationaler Frauentag. An diesem Tag wird auf die Situation von Frauen weltweit aufmerksam gemacht und mehr Chancengleichheit gefordert. Seit 2019 ist der Tag gesetzlicher Feiertag in Berlin. Tafel Deutschland nimmt den Internationalen Frauentag zum Anlass, um auf die Lebensumstände von Frauen in Deutschland und das Engagement von Frauen bei den Tafeln aufmerksam zu machen.

Über die Hälfte der armutsbetroffenen Menschen in Deutschland sind Frauen. 40 Prozent aller Alleinerziehenden beziehen Arbeitslosengeld II. Dabei handelt es sich in vielen Fällen nicht um Langzeitarbeitslose. Grund dafür, dass viele Frauen ihr Gehalt aufstocken müssen, ist, dass sie in Teilzeit arbeiten, da sie sich oft zusätzlich um den Haushalt und die Erziehung kümmern. Auch von der Pandemie sind Frauen und insbesondere Mütter besonders betroffen, denn sie haben eine massive Doppelbelastung durch den Wegfall von Betreuungsangeboten oder Homeschooling bei gleichzeitiger Arbeit aus dem Home-Office. Die Pandemie hat laut des Gleichstellungreports der Hans-Böckler-Stiftung ebenfalls nicht zu einer gerechteren Verteilung von unbezahlten Tätigkeiten im Haushalt geführt.

Hinzu kommt, dass Frauen im Durchschnitt immer noch deutlich weniger pro Stunde verdienen als ihre männlichen Kollegen. Noch deutlicher zeigen sich Unterschiede in Bezug auf die Rente: Frauen erhalten im Vergleich 49 Prozent weniger Rente als Männer. Altersarmut ist also vor allem ein weibliches Phänomen. 18 Prozent der Frauen über 65 sind von Altersarmut betroffen und im Alter auf Unterstützungsangebote wie die Tafeln angewiesen.

Ein großer Teil der Tafel-Aktiven ist zudem weiblich. Zahlreiche Frauen setzen sich in ganz Deutschland seit Gründung der ersten Tafel für die Rettung von Lebensmitteln ein und geben diese an armutsbetroffene Menschen weiter. Tafel Deutschland bedankt sich ganz herzlich für ihren Einsatz.