Tafeln verzeichnen deutlich mehr Kundinnen und Kunden

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Die Folgen der Corona-Pandemie machen sich bei den Tafeln zunehmend bemerkbar. Fast vierzig Prozent der bundesweit über 950 Tafeln verzeichnen im Vergleich zum September 2020 mehr Kundinnen und Kunden. Bei weiteren vierzig Prozent der Tafeln ist die Anzahl der Gäste zwar gleichgeblieben, ihre Zusammensetzung hat sich jedoch verändert. Besonders deutlich ist die Steigerung bei Menschen, die in Kurzarbeit sind oder ALG II beziehen. Auch der Anteil der Rentnerinnen und Rentner ist erheblich angestiegen. Andererseits bleiben bei jeder fünften Tafel Kundinnen und Kunden fern. Sie werden mit den Angeboten der Tafeln derzeit nicht erreicht.

Die Tafeln arbeiten seit über einem Jahr unter Pandemie-Bedingungen. Besonders herausfordernd sind seitdem der gestiegene Organisationsaufwand sowie der mangelnde Kontakt und Austausch mit den Kundinnen und Kunden. Seit vergangenem Sommer sind die allermeisten Tafeln geöffnet. Sie arbeiten allerdings nicht mit vollständigem Angebot und meist mit weniger ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.

Wenn Sie den Tafeln helfen wollen, um die Lebensmittelausgabe unter den erschwerten Bedingungen weiterzuführen, dann kontaktieren Sie eine Tafel in Ihrer Nähe. Über die Tafel-Suche finden Sie alle lokalen Tafeln. Unterstützen Sie sie mit einer Geldspende, um die Herausforderungen auch bei weiterem Kund:innenanstieg bewältigen zu können.

Grafiken und detailliertere Informationen zur aktuellen Situation bei den Tafeln finden Sie hier. Die aktuellen Zahlen zur Kund:innen-Entwicklung gehen zurück auf eine interne Befragung der Tafeln im Frühjahr 2021.