Appell unterzeichnen: Corona trifft Arme extra hart - Soforthilfen jetzt!

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Die Corona-Krise trifft Arme besonders hart. Dennoch warten Menschen, die auf existenzsichernde Leistungen wie Hartz IV angewiesen sind, noch immer auf angemessene Unterstützung. Tafel Deutschland sammelt gemeinsam mit dem Paritätischen Gesamtverband und vielen weiteren Organisationen ab heute, dem 9. Februar 2021, Unterschriften, damit sich das ändert.

Ob durch wegfallende Schulessen, geschlossene Hilfsangebote oder extra Ausgaben für Technik und Kommunikation, Desinfektionsmittel und Masken - in der Corona-Krise brauchen Arme mehr Geld. Trotz Mehrbedarf bekamen Menschen, die auf existenzsichernde Leistungen wie Hartz IV angewiesen sind, monatelang überhaupt keine Hilfe.

Wir fordern:

  • die bedarfsgerechte Anhebung der Regelsätze auf mindestens 600 Euro für alle Menschen, die auf existenzsichernde Leistungen wie etwa Hartz IV angewiesen sind.
  • für die Dauer der Krise einen pauschalen Mehrbedarfszuschlag in der Grundsicherung von 100 Euro pro Kopf und Monat.
  • für die Dauer der Krise ein Verbot von Zwangsräumungen und die Aussetzung von Kreditrückzahlungen.

Es ist dem hartnäckigen Engagement von vielen Aktiven und einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis zu verdanken, dass sich für Arme endlich überhaupt etwas bewegt: Jobcenter unterstützen bei dringend notwendigen Laptops für Homeschooling, Beziehende von Grundsicherung sollen endlich finanziell unterstützt werden. Doch statt der von einem breiten Bündnis aus Sozialverbänden und Gewerkschaften geforderten monatlichen Unterstützung während der Krise und einer Anhebung des Regelsatzes sollen Arme mit einer Einmalzahlung in Höhe von 150€ abgespeist werden. Für Betroffene ist das ein Tropfen auf den heißen Stein.

Mit Ihrer Unterschrift können Sie jetzt dabei helfen, dass sich etwas ändert. Unterstützen Sie die gemeinsame Unterschriftenaktion des Paritätischen Gesamtverbandes, Campact, Foodwatch, der Tafel Deutschland und weiteren Partner:innen: