Ehrenamtliche arbeiten unter erschwerten Bedingungen

Foto: Philip Wilson

Das Engagement der 60.000 Tafel-Aktiven ist der Kern der Tafel-Arbeit. 90 Prozent von ihnen arbeiten ehrenamtlich und schenken ihre Zeit den Tafeln. Ohne sie kämen die überschüssigen Lebensmittel nicht bei denen an, die sie dringend benötigen. Die Helferinnen und Helfer haben sich dieses Jahr mit neuen Konzepten auf eine Lebensmittelausgabe unter Pandemie-Bedingungen eingestellt – weitestgehend kontaktlos und mit neuen Herausforderungen. Hilfe anbieten ohne physischen Kontakt ist nicht leicht, Angebote von Ehrenamtlichen, die der Freizeit dienen, sind nicht möglich.

Viele Tafeln berichten in diesen Zeiten von einem aufwendigerem Arbeiten – und das, bei gleichzeitig weniger aktiven Ehrenamtlichen. Zwei Drittel von ihnen gehören aufgrund ihres Alters zur Risikogruppe und kommen teilweise nicht mehr zu Tafel aus Angst vor Ansteckung. Auf der anderen Seite haben die Tafeln viel Unterstützung von jungen Menschen erfahren, die während des Lockdowns ihre Hilfe angeboten haben – eine großartige Unterstützung, die allerdings auch Zeit kostet. Denn neue Engagierte müssen eingearbeitet werden. Den Ehrenamtlichen, die trotz allem weitermachen, fällt das nicht schwer: Sie haben Freude an ihrer Arbeit. Vielen hilft das Engagement auch, nicht zu vereinsamen.

Die Tafel Deutschland dankt allen 60.000 Ehrenamtlichen, die ihre Zeit der Tafel schenken und all jenen, die momentan ihren Einsatz pausieren, um sich zu schützen – nicht nur am heutigen Tag des Ehrenamtes, sondern an jedem Tag des Jahres!

Wenn Sie den Tafeln helfen wollen, um die Lebensmittelausgabe unter den erschwerten Bedingungen weiterzuführen, dann fragen sie bei einer Tafel in Ihrer Nähe nach, wie Sie helfen können. Über die Tafel-Suche finden Sie die lokalen Tafeln.