Tafeln fordern gezielte Stärkung des Ehrenamtes

© Nikolaus Urban | Tafel Deutschland e.V.

Die 947 Tafeln in Deutschland kämpfen mit einem Rückgang des ehrenamtlichen Engagements. Zwar hat sich die Anzahl der helfenden Frauen und Männer sogar leicht erhöht, ihre geleisteten Stunden sind aber deutlich zurückgegangen: mehr als 60.000 freiwillige Helferinnen und Helfer schenken den Tafeln bundesweit rund 20 Millionen Stunden ihrer Zeit. 2018 waren es noch 24 Millionen freiwillig geleistete Stunden.

„Die Tafeln sehen sich damit einem allgemeinen Trend ausgesetzt. Unsere Idee findet ungebrochen sehr großen Zuspruch und viele Menschen möchten sich einbringen. Die zeitlichen Möglichkeiten für freiwilliges Engagement sind beim Einzelnen im Laufe seines Lebens aber eingeschränkter. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an das Ehrenamt bei den Tafeln. Als gemeinnützige Organisation sind wir deshalb gefragt, neue Formen des Engagements zu etablieren und unsere Ehrenamtlichen durch Weiterbildung zu unterstützen. Wir sehen aber auch die Politik in der Pflicht, das Ehrenamt gezielt zu stärken sowie einen Mehrwert für die Engagierten zu schaffen“, sagt der Vorsitzende von Tafel Deutschland, Jochen Brühl.

Um das Ehrenamt nicht zu überlasten, fordern die Tafeln finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand  für hauptamtliche Koordinatoren sowie Weiterbildung und Qualifizierung der Freiwilligen.

Weitere Informationen können Sie in der Pressemitteilung der Tafel Deutschland nachlesen. Unsere aktuelle Zahlen finden Sie hier.


Die Tafel Deutschland dankt allen Tafel-Aktiven herzlich für ihr Engagement – nicht nur am heutigen Tag des Ehrenamtes, sondern an jedem Tag des Jahres!


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