Beseitigung von Armut: Tafeln fordern nachhaltige Reformen

© Thekla Ehling | Tafel Deutschland e. V.

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Der Internationale Tag zur Beseitigung der Armut findet am heutigen 17. Oktober bereits zum 26. Mal statt – angesichts mindestens 13,7 Millionen armer Menschen in Deutschland ist er aktuell noch relevanter als bei seinem Beschluss durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen. Das merken auch die Tafeln: Allein in diesem Jahr stieg die Anzahl der Tafel-Kunden im Vergleich zu 2018 um zehn Prozent auf 1,65 Millionen Menschen.

Zwar ist Armut in Deutschland meist nicht lebensbedrohlich, jedoch hat sie häufig Folgen wie soziale Isolation, Mangelernährung oder hohe Krankheitsanfälligkeit. Vom Kind, das nicht mit seinen Freunden an Freizeitaktivitäten teilnehmen kann, bis zum Rentner, der durch mühsames Flaschensammeln seinen geringen finanziellen Spielraum erhöht: Armut hat viele Gesichter. In Deutschland geborene Menschen können genauso betroffen sein wie Migrantinnen und Migranten, Alleinerziehende genauso wie kinderreiche Paare, Arbeitslose genauso wie Erwerbstätige. Laut dem aktuellen Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbands, in dem auch Tafel Deutschland Mitglied ist, arbeitet hierzulande ein Drittel der Armen, während ein Viertel Rente bezieht.

Armut ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen betrifft. Im Geiste des Internationalen Tags zur Beseitigung der Armut fordert Tafel Deutschland daher die Politik auf, das Land sozial gerecht zu gestalten. Arme und armutsgefährdete Menschen benötigen dringend konkrete Unterstützung, die zu ihren individuellen Lebensumständen passt und ihre Situation nachhaltig verbessert.

 

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