Tafel-Petition "Rentenpunkte für das Ehrenamt"

© Monique Wüstenhagen | Tafel Deutschland e.V.

In der Tafel-Bewegung engagieren sich etwa 60.000 Ehrenamtliche und leisten einen wichtigen Beitrag zur Lebensmittelrettung und Armutslinderung. Aber auch der Katastrophenschutz, der Rettungsdienst und die freiwillige Feuerwehr, die Flüchtlingshilfe, der Umweltschutz, der Gesundheitsbereich, Sportvereine, Kirchen und Glaubensgemeinschaften und der breite kulturelle und soziale Bereich sind ohne das Ehrenamt nicht denkbar. Dieses Engagement verdient mehr Anerkennung durch konkrete politische Maßnahmen!

Uns ist bewusst, dass das „Ehrenamt“ im Wortsinne eigentlich im Widerspruch zu jeglicher Bezahlung steht, zu Vergütungen, Vergünstigungen oder anderen steuerlichen Vorteilen.

Längere Lebensarbeitszeit und straffere Ausbildungswege sind nur zwei Gründe, warum das ehrenamtliche Engagement zunehmend unter Druck steht. Viele Organisationen spüren, dass es zunehmend schwieriger wird, neue Personen für das Engagement zu gewinnen. Das betrifft Organisationen aus fast allen Bereichen, egal ob in städtischen oder ländlichen Regionen, die sich Nachwuchs und Nachfolge für ihre Arbeit wünschen, damit ihre wichtige Arbeit auch in Zukunft aufrechterhalten werden kann.

Das Ehrenamt braucht neue Anreize! Eine Besserstellung in der Rentenversicherung ist ein konkreter Schritt der Politik, der sehr wahrnehmbar ist und 1. die seit Jahren ehrenamtlich tätigen Personen für ihre Arbeit konkret anerkennt und 2. Anreize schafft für ehrenamtlichen Nachwuchs, egal welchen Alters. Zeiten ohne Berufstätigkeit oder eigene Beitragszahlung wirken sich bereits positiv auf den Rentenanspruch aus, beispielsweise Zeiten für Pflege und Kindererziehung. Das sollte auch für das Ehrenamt gelten.

Wir fordern: Wer sich nachweislich für viele Jahre ehrenamtlich engagiert hat, soll künftig zusätzliche Rentenpunkte erhalten!

Unterstützen Sie unsere Tafel-Petition, unterschreiben Sie online und verbreiten Sie den Link – über Ihren E-Mail-Verteiler, Facebook oder Twitter! Je mehr Menschen die Petition unterzeichnen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Erfolg hat.