Tafel begrüßt Verbesserungen im Bundesfreiwilligenjahr

© Wolfgang Borrs | Tafel Deutschland e.V.

Die Tafel Deutschland begrüßt das von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey vorgestellte Konzept für ein Jugendfreiwilligenjahr. Wir freuen uns, dass das BMFSFJ in seinem Konzept viele Forderungen der Verbände aufgenommen hat und das freiwillige Engagement dadurch weiter stärkt.

Im Bundeshaushalt 2019 sollen zukünftig 65 Millionen Euro mehr für die Freiwilligendienste zur Verfügung stehen. Vorgeschlagen wurde, dass alle diejenigen, die sich freiwillig engagieren, künftig ein monatliches Freiwilligengeld von 402 Euro sowie einen Fahrkostenzuschuss von 25 Euro erhalten.

Zudem sollen Menschen mit besonderen Lebensumständen, Behinderungen sowie sozialen Benachteiligungen mehr Unterstützung erhalten. Hierfür sollen unter anderem Assistenzleistungen und die Einführung von Teilzeit-Modellen ermöglicht werden. Die Umsetzung dieser Vorschläge muss allerdings noch in der Koalition abgestimmt werden.

Seit 2011 haben mehr als 4.000 Bundesfreiwillige einen BFD bei einer Tafel absolviert.

Das neue Konzept des BMFSFJ zur Ausgestaltung des Jugendfreiwilligenjahres beruht auf fünf Grundsätzen:

  • Grundsatz 1: Wir erhalten und verbessern die bestehenden Freiwilligendienste, das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) und den Bundesfreiwilligendienst (BFD).
  • Grundsatz 2: Wir wollen einen Rechtsanspruch auf Förderung aller Freiwilligendienst-Vereinbarungen für unter-27Jährige in FSJ, FÖJ und BFD.
  • Grundsatz 3: Wir verbessern die finanziellen Rahmenbedingungen für Freiwillige.
  • Grundsatz 4: Wir sorgen für Wertschätzung und Anerkennung, und zwar nicht nur während des Jahres, sondern auch für die Zeit danach.
  • Grundsatz 5: Wir verbessern den Freiwilligendienst für Menschen mit besonderen Lebensumständen, Behinderungen und anderen schwierigen Voraussetzungen.

 

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