Von der Schulbank zur Tafel?

Die Ergebnisse der jüngst veröffentlichten IGLU-Studie zur Lesekompetenz von Grundschülern sind besorgniserregend. Laut Ergebnissen der Studie gehört Deutschland weiterhin zu den Staaten, in denen die sozialbedingten Leistungsunterschiede am höchsten ausfallen. Deutschland gehört neben der Slowakei, Slowenien und Ungarn zu den vier Staaten, in denen die soziale Ungleichheit seit 2001 signifikant zugenommen hat. Für Kinder mit Migrationshintergrund besteht ein deutlich erhöhtes Risiko, zu den leistungsschwachen Schülern zu zählen.

„Diese gravierende, anhaltende Bildungsungerechtigkeit muss endlich beendet werden“, fordert der Vorsitzende von Tafel Deutschland e.V., Jochen Brühl. „Es kann nicht sein, dass der Weg von Kindern mit Migrationshintergrund nach Schulabschluss zur Tafel führt, statt in einen armutsfesten Job“, sagt Brühl.

Tafel-Umfragen belegen, dass inzwischen etwa 60% der Tafel-Kunden nicht-deutscher Herkunft sind. Knapp ein Drittel aller Tafel-Kunden sind Kinder.

Brühl weiter: „Wir wollen ein solidarisches und gerechtes Land für alle. Daran muss sich Politik messen lassen. Chancengleichheit braucht kostenlose, bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Bildung von der Kita bis zur Hochschule.“

Zu den Politischen Forderungen Tafel Deutschland


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