Mehr Wertschätzung von Lebensmitteln

Deutschland ist eine „Wegwerfgesellschaft“ geworden. Der Trend, möglichst schnell und möglichst viel zu konsumieren, ist ein maßgeblicher Grund für die Verschwendung natürlicher Ressourcen und die Umweltverschmutzung. Das schlägt sich auch im Umgang mit Lebensmitteln nieder: Die Wertschätzung für sie fehlt, weil die meisten Produkte für den Großteil der Menschen immer und überall verfügbar sind. Nachhaltiges Einkaufen und Verbrauchen sind für viele weit weniger wichtig als der günstigste Preis.

Der Bundesverband Deutsche Tafel e.V. fordert anlässlich der Europäischen Woche der Abfallvermeidung einen sorgsameren Umgang mit Lebensmitteln. „Pro Jahr wirft jeder deutsche Haushalt rund 82 Kilo Lebensmittel weg, rund die Hälfte davon ist vermeidbar“, sagt Jochen Brühl, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutsche Tafel e.V. „Für die Produktion jedes Lebensmittels werden enorme Mengen an Ressourcen verbraucht. Wenn sie im Müll landen, war aller Einsatz umsonst.“

Die Tafeln versuchen seit ihrer Gründung, mit frischen Lebensmitteln die ausgewogene Ernährung ihrer Kunden zu fördern und ein Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln – durch Kochkurse und Informationsveranstaltungen – zu vermitteln. Außerdem fordert der Bundesverband seit Jahren die Einführung eines verpflichtenden Unterrichtsfaches zum Thema Ernährungsbildung.

Im Rahmen der achten Europäischen Woche der Abfallvermeidung finden vom 18. bis 26. November europaweit Veranstaltungen, Workshops und Diskussionsrunden rund um das Thema der Abfallvermeidung unter dem Motto „Gib‘ Dingen ein zweites Leben“ statt. Machen auch Sie mit!


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