Freiwilligendienste voranbringen: Bewährtes stärken – Neues wagen

Freiwilligendienste sind wichtig für unsere Gesellschaft – heute mehr als je zuvor. Um sie auch in Zukunft zu unterstützen, zu stärken und zu verbessern, haben der Bundesverband Deutsche Tafel e.V. und weitere verbandliche Zentralstellen des Bundesfreiwilligendienstes im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 konkrete Forderungen an die Politik erarbeitet. Denn wer mit freiwilligem Engagement kalkuliert, der muss auch die richtige Basis dafür bieten.

Positionspapier herunterladen (pdf, 2.4 MB)


Wir fordern:

Teilhabe durch Teilzeit

Für jüngere Freiwillige unter 27 Jahren ist es momentan nahezu nicht möglich, einen zeitlich reduzierten Freiwilligendienst zu leisten. Wir fordern, den Vollzeit-Zwang abzuschaffen und für Ausnahmefälle Sonderregelungen zu gestalten.

Sonderförderung für Flüchtlingsprogramme nicht ersatzlos streichen

Bis 2018 werden Freiwillige mit Fluchterfahrung sowie Einsatzstellen, die Geflüchtete unterstützen, mithilfe des BFD-Sonderprogrammes durch das BMFSFJ gefördert. Wir fordern, dass diese Gelder auch über das Jahr 2018 hinaus für die Freiwilligendienste erhalten bleiben. Nur so kann die hohe Qualität der pädagogischen Begleitung weiterhin sichergestellt werden.

Selbstbestimmung garantieren

Interne Bildungsarbeit und die Weiterentwicklung der Freiwilligendienste obliegen den Trägern und verbandlichen Zentralstellen. Der Bund muss die dafür nötigen finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen, die Ausgestaltung derselben muss partnerschaftlicher und auf Augenhöhe geschehen. Von Seiten des Staates erzwungene Seminare stehen hierzu im Widerspruch.

Image verbessern

Der Bundesfreiwilligendienst muss stärker anerkannt werden. Dies meint neben der Steigerung der Bekanntheit des Programms durch eine konzentrierte Öffentlichkeitsarbeit unter anderem eine verbesserte Berücksichtigung von Freiwilligendienstzeiten bei Zugängen zu Ausbildungs- und Hochschulplätzen.


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