Politik darf vor Kinderarmut nicht länger die Augen verschließen

 

„Es ist erschreckend, wie viele kinderreiche Familien und Alleinerziehende in Deutschland von Armut betroffen sind. Bei den Tafeln ist die Kinderarmut seit ca. zehn Jahren konstant auf sehr hohem Niveau. 24 Prozent unserer Tafel-Gäste sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Das sind aktuell mehr als 350.000 junge Menschen“, sagte der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutsche Tafel, Jochen Brühl. 

 

In ihrem Aufruf „Wir wollen eine Gesellschaft, der jedes Kind gleich viel wert ist!“ fordern die Unterzeichner eine eigenständige und einheitliche Geldleistung für alle Kinder und Jugendlichen, die deren finanzielles Existenzminimum und gesellschaftliche Teilhabe wirklich absichert. 

 

Rund drei Millionen Kinder in Deutschland sind armutsgefährdet. Sie leben in Familien, die weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Netto-Einkommens zur Verfügung haben.

 

Für diese Kinder bedeutet das: ohne Frühstück in Kindergarten oder Schule, kein Geld für eine warme Mahlzeit zu Mittag, Mangel- und Fehlernährung. Kinobesuche oder einen Nachmittag im Freibad können sie sich nicht leisten und werden so leicht zu Außenseitern. Viele Tafeln bzw. deren Träger bieten weitergehende Hilfen speziell für Kinder an. Die Nachfrage nach diesen Angeboten wächst stetig. 

 

„Uns Tafeln, wie auch den anderen unterzeichnenden Verbänden und Organisationen, sind Kinder sehr viel wert - und das sollten sie auch der Politik sein. Deshalb appellieren wir mit Nachdruck an die politischen Entscheidungsträger in unserem Land: Investieren Sie in die Zukunft all unserer Kinder!“, so Brühl. 

 

 

Zum Aufruf: Wir wollen eine Gesellschaft, der jedes Kind gleich viel wert ist! 

 

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