Tafel statt Mensa?

Foto: Barney O´Fair, www.pixelio.de

Immer mehr Studierende haben offenbar Probleme, ihr Studium zu finanzieren. Zumindest beziehen immer mehr von ihnen einen Teil ihrer Lebensmittel bei den Tafeln, statt sich in der Mensa satt zu essen.

"Die Lebenshaltungskosten steigen, die Möglichkeiten für einen Nebenjob in einem eng getakteten Studium werden immer geringer. Da geraten auch manche Studenten in Existenznöte", erklärt Jochen Brühl, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutsche Tafel, die gestiegene Nachfrage. Seit Einführung der Bachelor-Studiengänge bliebe vielen Studierenden schlicht keine Zeit für einen Nebenjob, der das Studium mitfinanziert.

Für Jochen Brühl ist es weder ein Zeichen der Schande noch von Bequemlichkeit, wenn auch höher Gebildete um Hilfe bitten: "Es gibt auch bestens ausgebildete Menschen, die in prekären Verhältnissen leben." Diesen sollen auch die Angebote der Tafeln offen stehen.

Wie die Bedürftigkeit nachgewiesen wird, ist regional unterschiedlich. "Am besten ist es, einfach bei den Mitarbeitern am Ort anzufragen", sagt  Jochen Brühl. "Wer Hunger hat, soll bei uns auch etwas zu essen bekommen."

 

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