Zurückgerufene Pferdefleisch-Produkte für die Tafeln?

Der Bundesverband Deutsche Tafel e.V. reagiert mit Unverständnis und Empörung auf den Vorschlag, die von Herstellern und Händlern zurückgerufenen Produkte an karitative Einrichtungen wie die Tafeln weiterzureichen.

„Bedürftige Menschen sind keine Verbraucher zweiter Klasse. Sie haben das selbe Recht auf sichere Lebensmittel wie alle anderen Verbraucherinnen und Verbraucher. Wenn die Unbedenklichkeit von Lebensmitteln oder ihre Akzeptanz in Frage steht und Produkte daher vorsorglich aus dem Verkehr gezogen werden, dann nehmen wir sie nicht an“, so Gerd Häuser, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutsche Tafel e.V.

„Es kann nicht sein, dass Lebensmittel, die die Mehrzahl der Verbraucher ablehnt, als ‚gut genug für Bedürftige‘ eingestuft werden. Das sei entwürdigend, so Häuser.
Die in Verdacht stehenden Pferdefleisch-Produkte würden den Tafeln nach den Rückrufen ohnehin nicht angeboten.

Zu den Warengruppen, die die Tafeln am häufigsten gespendet bekommen, gehören vor allem solche mit begrenzter Haltbarkeit wie Obst und Gemüse, Brot- und Backwaren sowie Milch- und Molkereiprodukte. Produkte mit langer Haltbarkeit wie etwa Konserven, Trockensortiment-Artikel (Mehl, Nudeln, Zucker etc.) und auch Tiefkühlkost werden im Vergleich dazu eher selten gespendet. Der Grund: Wegen ihrer langen Lagerfähigkeit lässt sich ihr Verkauf von den Handelsunternehmen wesentlich besser planen.

 

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