EU-Nahrungsmittelhilfsprogramm wird fortgesetzt

Mit den Mitteln des Europäischen Nahrungshilfeprogramms finanzieren zahlreiche Hilfsorganisationen aus 19 europäischen Mitgliedstaaten Lebensmittelspenden für die Bedürftigen ihres Landes - insgesamt für rund 18 Millionen Menschen. Diese Finanzhilfe sollte im Oktober von 480 auf 113 Millionen Euro gekürzt werden. Die EU-Agrarminister im Europäischen Rat haben die endgültige Entscheidung nun auf Ende 2013 vertagt. Bis dahin bleibt das EU-Nahrungshilfeprogramm in vollem Umfang bestehen.

Der Bundesverband Deutsche Tafel e.V. hatte sich gemeinsam mit den Vertreterinnen und Vertretern von vier namhaften französischen Hilfsorganisationen für den Erhalt des Programmes eingesetzt. "Die Nahrungsmittelhilfe bedeutet Solidarität mit den Ärmsten in Europa. Sie darf nicht gestrichen werden. Es ist keinem sozial denkenden Bürger der EU zu vermitteln, warum Milliarden u.a. für die Rettung von Banken bereitgestellt werden, an den Schwächsten aber gespart werden soll", erklärte der Vorsitzende des Bundesverbandes, Gerd Häuser. Er betonte jedoch, dass Lebensmittelspenden eine wichtige, aber nur vorübergehende Unterstützung sein sollten. "Die Menschen brauchen vor allem Arbeit, Bildung und ein soziales Netz, um sich aus der Armut zu befreien", so Häuser.

Die Tafeln in Deutschland profitieren selbst nicht von der EU-Förderung: Die Bundesrepublik Deutschland bezieht keine Finanzhilfen aus dem EU-Nahrungsmittelhilfsprogramm.

 

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