Aktionstage gegen Lebensmittelverschwendung

gespendete Lebensmittel bei den Tafeln

Zu klein, zu unförmig, zu viel: Rund die Hälfte unserer Lebensmittel landet im Müll, in Deutschland zum Beispiel jeder zweite Kopfsalat und jedes fünfte Brot. Das meiste, bevor es den Teller der Verbraucher erreicht.

Um ein Zeichen gegen die tägliche Vernichtung ressourcenintensiv erzeugter und gehandelter Lebensmittel zu setzen, finden ab dem 9. September in vielen deutschen Städten Aktionstage gegen Lebensmittelverschwendung statt. Hier können Sie sich informieren, welchen Hürden Lebensmittel auf dem Weg von der Produktion zu den privaten Haushalten begegnen und wie Sie sich als Verbraucher für einen respektvollen Umgang mit Lebensmitteln einsetzen können – von Impulsen für Wirtschaft und Politik bis hin zum eigenen Einkaufsverhalten. Die Termine und Veranstaltungsorte der Aktionstage sowie weitere Informationen zum Thema finden Sie im Internet unter www.essensvernichter.de.

Ins Leben gerufen haben die Aktion die Filmemacher und Autoren Stefan Kreutzberger und Valentin Thurn, die in ihrem Dokumentarfilm "Taste the Waste" und ihrem Buch "Die Essensvernichter" das Ausmaß der Lebensmittelverschwendung zeigen: Massenproduktion und Überangebot führen zu Lebensmittelabfall, den Industrie und Handel von vornherein einplanen. Auch die Privathaushalte sind Teil der Verschwendung: Zu viele Lebensmittel, die noch genießbar sind, werden weggeworfen. 

An den Aktionstagen beteiligen sich neben verschiedenen Initiativen und Organisationen auch etliche Tafeln, zum Beispiel die Berliner Tafel zum Auftakt der Aktionswoche am Samstag, 10. September, in Berlin. Aber auch die Hamburger Tafel, die Brüggener Tafel, die Aachener Tafel, die Göttinger Tafel und andere mehr.

Für die Tafeln ist das Thema "Lebensmittel retten" nicht neu: Sie engagieren sich seit fast 20 Jahren gegen die Verschwendung von Lebensmitteln. Jeden Tag sorgen rund 50.000 ehrenamtliche Tafel-Helferinnen und -Helfer dafür, dass wertvolle Lebensmittel verteilt statt vernichtet werden und dort landen, wo sie hingehören: auf den Tellern der Menschen. Wir freuen uns über Ihre Unterstützung!

 

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