17. Bundestafeltreffen: Rund 1.000 Besucher, 37 Tonnen Lebensmittel und 1 neues Vorstandsmitglied

Beim diesjährigen Bundestafeltreffen versammelten sich mehrere hundert zumeist ehrenamtliche Tafel-Helfer aus dem gesamten Bundesgebiet in Kassel. Neben der "offiziellen" Mitgliederversammlung standen Fortbildungen, Diskussionsrunden, eine Fest-Veranstaltung sowie die traditionelle öffentliche Lange Tafel auf dem Programm.

Mit Gerd Häuser, Jochen Brühl, Gerhard Hampl und Willy Wagenblast hatten sich im Rahmen der Mitgliederversammlung vier der fünf seit 2007 amtierenden geschäftsführenden Vorstände wieder zur Wahl gestellt. Sie alle wurden mit großer Mehrheit für weitere zwei Jahre an die Verbandsspitze gewählt. Neu im geschäftsführenden Vorstand und Nachfolgerin des scheidenden Vorstandsmitglieds Hans Mengeringhaus wurde Beate Weber-Kehr. Sie war bereits von 2003 bis 2007 im Vorstand des Bundesverbandes aktiv.
Der geschäftsführende Vorstand arbeitet traditionell ehrenamtlich. Er erhält weder pauschale Aufwandsentschädigungen noch Sitzungsgelder. Das gilt ebenso für den Gesamtvorstand, in dem weitere 12 Frauen und Männer als Ländervertreterinnen und Ländervertreter bzw. Vorsitzende von Landesverbänden die Interessen der Tafeln in ihren Bundesländern vertreten.


Stadtwette: 37 Tonnen Lebensmittel für die Kasseler Tafel


Das 17. Bundestafeltreffen endete am Samstag, 25. Juni 2011, auf dem zentralen Kasseler Friedrichsplatz mit der traditionellen Langen Tafel, die ein Zeichen für mehr Solidarität und Mitmenschlichkeit in der Gesellschaft setzen soll. Rund eintausend Menschen aßen an der knapp 200 Meter langen Tafel  gemeinsam kostenlos zu Mittag. Zu den prominenten Gästen gehörte auch der ehemalige Kasseler Oberbürgermeister und Bundesfinanzminister a.D. Hans Eichel.

Der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutsche Tafel, Gerd Häuser, forderte bei dieser Gelegenheit wieder mehr Einsatz von den politisch Verantwortlichen für die Belange von Millionen wirtschaftlich und sozial benachteiligten Menschen in Deutschland: „Die Politik darf die Bürgerinnen und Bürger nicht sich selbst überlassen. Die staatliche Grundsicherung muss ein menschenwürdiges Auskommen ermöglichen und gleichzeitig ein Mindestmaß an Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.“

Während der Langen Tafel gab der Vorsitzende der Kasseler Tafel, Hans-Joachim Noll, das Ergebnis der Stadtwette bekannt, die Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen Mitte Mai als Schirmherr des Bundestafeltreffens abgeschlossen hatte. Bei der knapp sechswöchigen Aktion spendeten Bürger und Lebensmittelhändler mehr als 37 Tonnen haltbare Lebensmittel an die Kasseler Tafel. Die Spenden werden an die Kundinnen und Kunden der Kasseler Tafel. Hilgen hatte gewettet, dass die Kasseler mindestens elf Tonnen Lebensmittel spenden würden. „ Der Zusammenhalt in unserer Stadt ist sehr groß. Es überrascht mich, dass das Ergebnis der Stadtwette um mehr als den Faktor drei übertroffen wurde“, freute sich Hilgen.

Der Bundesverband dankt allen Spenderinnen und Spendern sowie den zahlreichen Unterstützern des 17. Bundestafeltreffens herzlich!

 

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