Ehrenamtliche der Generation 50 plus bilden Rückgrat der Tafeln

Bundesverband Deutsche Tafel e.V. begrüßt Programm des Bundesfamilienministeriums für generationenübergreifende Freiwilligendienste

Der Bundesverband Deutsche Tafel e.V. begrüßt ausdrücklich das vom Bundesfamilienministerium geplante Programm „Freiwilligendienste aller Generationen“, das Familienministerin Dr. Ursula von der Leyen kürzlich in Berlin vorgestellt hat. Es sieht einen Förderschwerpunkt insbesondere für Ältere vor.

„Ohne freiwilliges soziales Engagement wären viele Angebote und Leistungen in Kultur und Wohlfahrtspflege undenkbar“, sagt Gerd Häuser, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutsche Tafel e.V. Das trifft auch auf die Arbeit der Tafeln zu. Weit über 32.000 Ehrenamtliche engagieren sich in über 760 großen und kleinen Städten hierzulande dafür, dass bedürftige Menschen mit gespendeten Lebensmitteln unterstützt werden können. „Die Tafeln sind der beste Beweis dafür, dass bürgerschaftliches Engagement ‚von unten’ funktioniert“, so der Vorstandsvorsitzende.

Hier sind es gerade die über 50- und 60-Jährigen, die die Arbeit der gemeinnützigen Tafeln tragen. Nach einem erfüllten Berufsleben entscheiden sie sich sehr bewusst dafür, weiterhin gesellschaftlich anerkannte Arbeit zu leisten.

„Ohne diese hoch aktiven ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer mit ihren wertvollen Berufs- und Lebenserfahrungen gäbe es die Tafeln in dieser Form sicher nicht“, erklärt Gerd Häuser.

„Uns stimmt allerdings mehr als nachdenklich, dass die ehrenamtliche Arbeit der Älteren nun flächendeckend einer erschreckend großen Zahl von jungen Menschen gilt: Zu den Tafeln kommen viele von Arbeitslosigkeit betroffene Familien und Alleinerziehende mit Kindern. Nach Jahrzehnten im Berufsleben erleben die Tafel-Aktiven als Rentnerinnen und Rentner nun die Armut der Generation ihrer Kinder und Enkel. Das traditionelle Fürsorgeprinzip steht sozusagen auf dem Kopf“, sagt der Verbandsvorsitzende.

Der Aufruf der Familienministerin an Menschen aller Generationen, sich sozial zu engagieren, trifft dennoch den Nerv der Tafeln. „Weil immer mehr Bedürftige die Hilfe der Tafeln nachfragen, werden vielerorts händeringend ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gesucht. Ob 16 Jahre alt oder 66 – jede und jeder ist willkommen“, betont Gerd Häuser.


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