Die Tafeln gegen Rechts

Die Tafel Deutschland und ihre über 940 Mitglieds-Tafeln leben eine Kultur der Toleranz und des Respekts. Als Kunden, Helfer und Spender sind den Tafeln alle willkommen, die andere respektieren und Vielfalt als Bereicherung begreifen – unabhängig von sozialer oder ethnischer Herkunft, Nationalität, Religion oder Geschlecht.

Viele der rund 1,5 Millionen regelmäßigen Tafel-Nutzer haben einen Migrationshintergrund. Dazu kamen in den letzten Jahren bis zu 280.000 geflüchtete Menschen, die bei den Tafeln Lebensmittelspenden erhalten. Viele von ihnen engagieren sich inzwischen selbst ehrenamtlich bei den Tafeln. 

Indem sie Raum für Austausch und gegenseitiges Kennenlernen schaffen und Geflüchtete teils auch in den Tafel-Alltag einbinden, sorgen die Tafeln aktiv für Integration. Der Blick in die Lebenswelt der „Anderen“ hilft, Konflikte abzubauen. Denn Verständnis und Mitgefühl können nur erwachsen, wenn man die Situation des Gegenübers verstehen lernt. So können Konfliktsituationen entschärft werden, bevor sie überhaupt entstehen. Integration bedeutet aber auch, die Sprache des Aufnahmelandes zu erlernen und die Kultur zu respektieren. Auch hier helfen viele Tafeln mit eigenen Angeboten weiter.

„Wir stehen für eine gelebte Willkommenskultur und sehen uns als Brückenbauer einer gerechteren Gesellschaft.“

Jochen Brühl, Vorsitzender Tafel Deutschland e.V.

Die Tafeln engagieren sich gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt und setzen sich für Integration und Menschlichkeit ein. Mit der im Jahr 2015 veröffentlichten Grundsatzerklärung setzte der Dachverband ein deutliches Zeichen gegen jede Art der Ausgrenzung und Diskriminierung und für ein friedvolles Miteinander.

Wir beteiligen uns regelmäßig mit vielen anderen namhaften Verbänden und Initiativen an den jährlich stattfindenden Wochen gegen Rassismus unter dem Motto „Zusammen gegen Rassismus – 100% Menschenwürde“. Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, an den Veranstaltungen im Rahmen der Aktionswochen teilzunehmen und das Motto mit Leben zu füllen.

Seit Beginn der Tafel-Arbeit vor rund 25 Jahren zählen zu den Tafel-Nutzern bedürftige Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion. Die Tafeln fragen nicht, woher jemand kommt, sondern wie sie der Person helfen können. Die Tafeln stehen für Toleranz und Vielfalt. Sie sind Orte der Begegnung.