Coronavirus

Die Tafeln in Deutschland unterstützen Menschen mit schneller Soforthilfe. So auch seit der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus. Seitdem beobachten die Tafeln eine neue Hilfsbedürftigkeit in Deutschland und sind selbst auch vor große Herausforderungen gestellt.

Tafeln erleben neue Form der Not

Aktuell fragen Menschen die Unterstützung der Tafeln nach, die vorher nicht auf externe Hilfen angewiesen waren. Das sind Menschen, die aufgrund der Corona-Pandemie, ihren Job oder Nebenjob verloren haben, Selbstständige, deren Existenz aufgrund von wegbrechenden Aufträgen auf dem Spiel steht oder Menschen, die aufgrund der Krise in Kurzarbeit sind. Gleichzeitig zeigt sich, dass Menschen, die bereits vor der Corona-Pandemie zu den Tafeln kamen, momentan nicht erreicht werden. Vor allem ältere Menschen, die ein Viertel der Tafel-Kundschaft ausmachen, nehmen das Angebot der Tafeln aus Angst vor Ansteckung aktuell nicht wahr.

Tafeln stellen sich auf veränderte Bedingungen ein

Die Pandemie stellt auch die Arbeit der 60.000 Tafel-Aktiven vor große Herausforderungen. Um die Gesundheit der Ehrenamtlichen sowie der Kundinnen und Kunden zu schützen, müssen neue Konzepte der Lebensmittelausgabe erarbeitet und umgesetzt werden. Zudem fehlte es vielen Tafeln kurzfristig an Helferinnen und Helfern, da 90 Prozent der 60.000 Tafel-Aktiven zu den lebensälteren Menschen und damit zur schützenswerten Gruppe gehören. Zwischenzeitlich war knapp die Hälfte der bundesweit 949 Tafeln geschlossen.

Aufgrund einer großen Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung sowie der schnellen Erarbeitung neuer Ausgabemodelle von Seiten der Tafeln, u.a. Auf- und Ausbau von Lieferdiensten für Risikogruppen, Verlagerung der Lebensmittelausgabe ins Freie, Vorpacken von Lebensmitteltüten, konnte ein Großteil der Tafeln zwischenzeitlich wieder öffnen. Die Angebote sind vielerorts allerdings weiterhin stark eingeschränkt. Ein Normalbetrieb, der die gleiche Anzahl an Tafel-Kundinnen und -Kunden wie vor der Pandemie erreicht, ist unter den aktuellen Voraussetzungen nicht möglich.

Tafeln sind auf Unterstützung angewiesen

Die Tafeln sind auf Hilfe angewiesen, um die wachsende Kundenzahl zu unterstützen. Über die Tafel-Suche finden Sie eine Tafel in Ihrer Nähe. Fragen Sie direkt vor Ort nach, wie Sie helfen können.

Sie möchten die Tafel-Arbeit mit einer Geldspende unterstützen? Unser Spendenformular finden Sie hier.

Ohne Spende keine Tafel.

Um regelmäßig über 1,6 Millionen Menschen mit Lebensmitteln unterstützen zu können, sind wir selbst auf Spenden angewiesen. Helfen auch Sie uns dabei, Menschen in Not zu helfen!

Auf den Teller statt in die Tonne.

Lebensmittel retten und Menschen helfen das ist die Aufgabe der Tafeln. Wir arbeiten seit über 20 Jahren mit Unternehmen zusammen, die ihre gesellschaftliche Verantwortung ernst nehmen und uns ihre Produkte spenden.

Jeder gibt, was er kann.

Die Tafeln suchen immer Unterstützung: als helfende Hand bei der Lebensmittelausgabe, als Fahrer, in der Organisation oder Verwaltung. Werden Sie Teil einer der größten sozialen Bewegungen unserer Zeit wir freuen uns auf Sie!