Wem wir helfen

Armutsgefährdete Bevölkerungsgruppen

Gemäß ihrer Grundsätze helfen die Tafeln allen Menschen, die ihre Hilfe benötigen. Das sind arme oder von Armut bedrohte Menschen, die im Vergleich zu ihren Mitmenschen nur ein geringes Einkommen zur Verfügung haben. Besonders bedroht, und daher auch überdurchschnittlich häufig bei den Tafel-Kundinnen und -Kunden vertreten, sind folgende Bevölkerungsgruppen:

Kinder- und Jugendliche

Das Armutsrisiko steigt mit jedem Kind. Insbesondere Familien mit drei und mehr Kindern sind von Armut betroffen. In Deutschland ist damit aktuell jedes fünfte Kind arm oder armutsgefährdet. Diese alarmierenden Zahlen machen sich auch bei den Tafeln bemerkbar: 30 Prozent der regelmäßigen Tafel-Gäste sind Minderjährige – also knapp ein Drittel aller Tafel-Kundinnen und -Kunden.

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Senioren

Die Deutschen werden im Durchschnitt immer älter, die Renten dagegen immer unsicherer. Angesichts der zu erwartenden demografischen Entwicklung werden künftig wahrscheinlich immer mehr ältere Menschen auf die Hilfe der Tafeln angewiesen sein.

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Alleinerziehende

Vater, Mutter, Kind – diese Familienform wird in Deutschland immer seltener: In den vergangenen 20 Jahren hat die Zahl der Alleinerziehenden stetig zugenommen. Ihr Einkommen sowie der Unterhalt des betreuenden Elternteils reichen oft nicht aus, um die Kosten für Lebensunterhalt, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe der Kinder abzudecken. 39 Prozent der Alleinerziehenden sind auf staatliche Grundsicherung angewiesen – fünfmal mehr als Paarfamilien. Bei den Tafeln macht sich diese Entwicklung seit einigen Jahren bemerkbar: Fast ein Fünftel aller Tafel-Kunden ist alleinerziehend.


Arbeitslose und Geringverdiener

Der Verlust des Arbeitsplatzes ist das wohl größte Armutsrisiko in Deutschland: mit einem Anteil von 59 Prozent bilden Arbeitslose die größte Gruppe der von Armut betroffenen Menschen. Arbeitslosigkeit ist damit eine der wesentlichen Risiken und Ursachen für Armut in Deutschland. Auch Geringverdiener sind akut armutsgefährdet die Betroffenen gehen zwar arbeiten, sind aber aufgrund ihres geringen Einkommens auf staatliche Hilfe angewiesen.


Personen mit geringem Bildungs- und Ausbildungsstand

Wer eine gute Schulbildung und danach noch eine gute Berufsausbildung durchlaufen hat, hat günstige Voraussetzungen auf einen gutbezahlten Job. Anders sieht es bei Personen mit geringem Bildungs- und Ausbildungsstand aus. Für die Betroffenen ist es sehr schwer, eine Arbeit zu finden, von der sie vernünftig leben können. Ferner werden Bildungschancen „sozial vererbt“, was in betroffenen Familien zu einer Armutsspirale führen kann. Die Tafeln versuchen, mit speziellen Weiterbildungsangeboten zu helfen.


Menschen mit Migrationshintergrund

Die Armutsgefährdung bei Personen mit Migrationshintergrund ist signifikant höher als beim Rest der Bevölkerung, unter anderem durch eine deutlich höhere Arbeitslosenquote. Häufig beginnt die soziale Schieflage bereits in der Schule: Laut Datenreport 2016 des Statistischen Bundesamtes haben überdurchschnittlich viele Migranten keinen Schulabschluss bzw. keine weitere berufliche Qualifikation.
Die Tafeln bieten Menschen mit Zuwanderungsgeschichte spezielle Angebote wie Sprachkurse und Beratung an, um ihnen dabei zu helfen, in Deutschland Fuß zu fassen.

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