Zum Tag der Lebensmittelverschwendung

02.05.2018 | Pressemitteilung

In Deutschland werden laut WWF-Studie rund 18 Millionen Tonnen Lebensmittel jährlich verschwendet. Der Tag der Lebensmittelverschwendung am zweiten Mai markiert den Tag im Jahr, ab dem die für Deutschland produzierten Nahrungsmittel nicht mehr auf dem Müll landen, sondern verzehrt werden.

„Würden die 18 Millionen Tonnen nicht achtlos im Müll, sondern bei den Tafeln landen, dann könnte jede Tafel in Deutschland etwa 19.000 Tonnen zusätzlich an bedürftige Menschen verteilen. Die Nachfrage nach Tafel-Angeboten steigt immer stärker an und unsere freiwillige Hilfe erreicht längst nur einen Teil der Bedürftigen“, sagte Jochen Brühl, Vorsitzender der Tafel Deutschland.

Die Bundesregierung plant die Halbierung der Lebensmittelverluste bis zum Jahr 2030. „Von diesem Ziel sind wir derzeit noch weit entfernt“, so Brühl weiter. „Um das große Verschwenden aufzuhalten, brauchen wir nachhaltige Lösungen. Die Abschaffung des Mindesthaltbarkeitsdatums bei lang haltbaren Produkten wäre ein wichtiger erster Schritt. Der richtige Umgang mit Lebensmitteln will gelernt sein. Deshalb fordern wir die Einführung eines verpflichtenden Unterrichtsfachs Ernährungsbildung an Schulen.“


25 Jahre TAFEL in Deutschland.
Auch in Zukunft: Lebensmittel retten. Menschen helfen.

Die mehr als 930 gemeinnützigen Tafeln in Deutschland sammeln einwandfreie überschüssige Lebensmittel von Herstellern und Händlern und verteilen diese regelmäßig an bis zu 1,5 Millionen bedürftige Menschen in Deutschland. Damit schaffen sie eine Brücke zwischen Überfluss und Mangel. Mit rund 60.000 Ehrenamtlichen, die sich bei den Tafeln engagieren, sind die Tafeln eine der größten sozial-ökologischen Bewegungen in Deutschland. Organisiert sind die Tafeln im Dachverband Tafel Deutschland e. V.


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