Kinderarmut endlich beenden

17.10.2016 | Pressemitteilung | Armut

Breites Bündnis fordert Regierung zum Handeln auf

Am heutigen Internationalen Tag zur Beseitigung der Armut fordert der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutsche Tafel, Jochen Brühl, die Bundesregierung auf, Kinderarmut in Deutschland zu beenden: „Es ist eine Schande, dass es die Politik seit Jahren trotz Ankündigung nicht geschafft hat, der steigenden Kinderarmut in Deutschland durch effektive Gegenmaßnahmen Herr zu werden. Statt sich weiter für finanzielle Entlastung reicher Erben einzusetzen, ist es an der Zeit, das Vererben von Armut von Generation zu Generation endlich zu unterbinden. Zu den Tafeln kommen mittlerweile Familien in der dritten Generation. Wie lange will die Regierung diese sozialen Missstände noch ignorieren?“

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind in Deutschland rund 3 Millionen Kinder und Jugendliche von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Aufgrund von materieller Not nutzen etwa 350.000 Kinder und Jugendliche die Angebote der Tafeln, die weit über die Lebensmittelausgabe hinausgehen. Anlässlich des Internationalen Tages für die Beseitigung der Armut fordert ein Bündnis aus 40 Sozial- und Familienverbänden und Kinderschutzorganisationen um die Nationale Armutskonferenz von der Politik drei Schritte gegen Kinderarmut.

1.       Das Existenzminimum von Kindern muss realistisch ermittelt werden. 

2.      Die Ungerechtigkeiten in der Familienförderung müssen abgebaut werden.

3.      Leistungen müssen einfacher gestaltet und leichter zugänglich sein.

Der Aufruf mit allen Unterzeichnenden sowie Hintergrundinformationen zu Kinderarmut in Deutschland können heruntergeladen werden unter: www.nationalearmutskonferenz.de.