100 Prozent Menschenwürde – Tafeln gegen Rassismus

31.03.2016 | Pressemitteilung | Verband

Zum „Internationalen Tag gegen Rassismus“ erklärt Jochen Brühl, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutsche Tafel e.V.:

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen bildet den Grundstock unserer Tafelarbeit. Dieser im Grundgesetz verankerte Schutz der Menschenwürde gilt für alle Menschen, ganz gleich, ob sie seit Generationen in Deutschland leben, zugewandert sind oder ob sie hier als Flüchtlinge eine neue Heimat suchen. Tafeln sind solidarisch mit allen Bedürftigen.
 
Wir lehnen es ab, wenn Schwache gegen Schwächste ausgespielt werden. Tafeln stehen als Nährboden für rechtspopulistische Ideen und Panikmache nicht zur Verfügung. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit führen zu Gewalt und sind eine akute Gefahr für ein friedvolles Miteinander. Am heutigen UN-Tag gegen Rassismus stellen wir deshalb klar heraus: Bei uns gibt es vieles zum Kochen, Braten oder Dünsten. Aber nichts zum Zündeln! Als Nutzer, Helfer und Spender sind uns alle willkommen, die andere respektieren und Vielfalt als Bereicherung begreifen.
 
Zu unseren Nutzern zählen seit Beginn unserer Arbeit vor über 20 Jahren bedürftige Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion. Bei der Lebensmittelausgabe fragen wir nicht, woher jemand kommt, sondern wie wir der Person helfen können. Die über 900 Tafeln stehen für Toleranz und Vielfalt. Tafeln sind Orte der Begegnung. Die anlässlich des UN-Tags gegen Rassismus gestartete Kampagne „100 Prozent Menschenwürde – Tafeln gegen Rassismus“ wird von uns das gesamte Jahr über aktiv begleitet werden.“