Umfrage bei den Tafeln bringt eindruckvolle Ergebnisse – noch mehr Lebensmittel und Unterstützung notwendig

06.12.2005 | Pressemitteilung | Verband

Die von den Deutschen Tafeln bewegten Lebensmittelspenden sind deutlich gestiegen. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Bundesverbandes Deutsche Tafel e.V. unter den 540 Tafeln in Deutschland. Wurden 2002 jährlich 70.000 Tonnen Lebensmittel verteilt, sind es inzwischen über 100.000 Tonnen.
Auch der Gründungsboom ist ungebrochen. „Mit 130 neuen Tafeln verzeichnen wir in diesem Jahr den höchsten Mitgliederzuwachs unserer Geschichte“, erklärt Frank Müller-Penzlin, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutsche Tafel e.V. Über 150 weitere Gründungsanfragen liegen bereits vor.


„Die Arbeit der Tafeln ist sehr wichtig“, erklärte die Schirmherrin der Deutschen Tafeln, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend a. D. und MdB Renate Schmidt. „Sie unterstützen die Benachteiligten mit großem ehrenamtlichem Engagement. Das Wachstum bei den Tafeln zeigt, dass die Unterstützung für ihre Arbeit, aber auch die Notwendigkeit dafür, steigen. Wir brauchen deshalb auch in Zukunft viele Hände, die mit anfassen, um den Bedürftigen zu helfen.“


Heute werden rund 500.000 Menschen von den Tafeln unterstützt. Nach einer Schätzung des Bundesverbandes Deutsche Tafel e.V. sind 25 Prozent der Tafelkunden Kinder. Ziel ist es, die Lebensqualität von Menschen in Armut zu verbessern und einwandfreie Lebensmittel vor der Entsorgung zu bewahren. 20.000 Ehrenamtliche in ganz Deutschland sammeln dafür Lebensmittel von Supermärkten und Herstellern ein und geben diese an Bedürftige weiter.


Die Tafeln in Deutschland leben überwiegend von Spenden. „Aber viele Tafeln sind mit der Spendensituation nicht zufrieden“, bedauert der Bundesvorsitzende Frank Müller-Penzlin. „Die Kosten für Transport und Infrastruktur steigen. Weitere Anstrengungen sind nötig, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Ich bin optimistisch, dass die Bürgerinnen und Bürger die Arbeit der Tafeln auch künftig mit Spenden ermöglichen werden.“