Bundestafeltreffen endet heute in Kassel

24.06.2011 | Pressemitteilung | Ereignis

Rund eintausend Menschen haben am Samstag an einer knapp 200 Meter langen Tafel auf dem Kasseler Friedrichsplatz gemeinsam kostenlos zu Mittag gegessen. „Die Lange Tafel soll in einer Zeit, in der Arm und Reich weiter auseinanderdriften, ein Zeichen setzen für mehr Solidarität und Mitmenschlichkeit in unserer Gesellschaft, sagte Gerd Häuser, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutsche Tafel e.V. Erst gestern war er von der Mitgliederversammlung des Verbandes zum dritten Mal als Verbandsvorsitzender wiedergewählt worden.

Gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Kassel, Bertram Hilgen, sprach er sich bei der Langen Tafel für ein solidarisches Miteinander aller sozialen Kräfte in der Gesellschaft aus. Beide lobten das bürgerschaftliche Engagement der rund 50.000 Ehrenamtlichen Tafel-Helferinnen und -helfer sowie die oft jahrelange Unterstützung kleiner wie großer Unternehmen für die fast 900 Tafeln.

Gerd Häuser forderte auch bei dieser Gelegenheit wieder mehr Einsatz von den politisch Verantwortlichen für die Belange von Millionen wirtschaftlich und sozial benachteiligten Menschen in Deutschland: „Jeder Bedürftige hat in Deutschland ein Recht darauf, dass ihm der Staat hilft. Die Politik darf die Bürgerinnen und Bürger nicht sich selbst überlassen. Die staatliche Grundsicherung muss ein menschenwürdiges Auskommen ermöglichen und gleichzeitig ein Mindestmaß an Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.“

Zu den prominenten Gästen der Langen Tafel gehörte auch der ehemalige Kasseler Oberbürgermeister und Bundesfinanzminister a.D. Hans Eichel.

Kasseler Oberbürgermeister Hilgen gewinnt Stadtwette: Kasseler spendeten 37 t

Der Vorsitzende der Kasseler Tafel, Hans-Joachim Noll, gab während der Langen Tafel das Ergebnis der Stadtwette bekannt, die Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen Mitte Mai als Schirmherr des Bundestafeltreffens abgeschlossen hatte. Bei der knapp sechswöchigen Aktion spendeten Bürger und Lebensmittelhändler mehr als 37 Tonnen haltbare Lebens-mittel an die Kasseler Tafel. Die Spenden werden an bedürftige Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kassel verteilt. Hilgen hatte gewettet, dass die Kasseler mindestens elf Tonnen Le-bensmittel spenden würden. „ Der Zusammenhalt in unserer Stadt ist sehr groß. Es über-rascht mich, dass das Ergebnis der Stadtwette um mehr als den Faktor drei übertroffen wurde“, freute sich Hilgen.

Die Lange Tafel gehörte zu den Höhepunkten des 17. Bundestafeltreffens, das am Samstagnachmittag zu Ende ging. Mehrere hundert zumeist ehrenamtliche Tafel-Helfer waren hierzu aus dem gesamten Bundesgebiet nach Kassel gereist. Neben Fortbildungen, Diskussionsrunden und der jährlichen Mitgliederversammlung des Bundesverbandes stand dabei auch eine Fest-Veranstaltung für die ehrenamtlichen Tafel-Helfer auf dem Programm.