Coronavirus

Die Corona-Pandemie stellt die Tafeln in Deutschland vor große Herausforderungen. Die Unterstützung der 1,65 Millionen Tafel-Kundinnen und -Kunden kann aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus in der herkömmlichen Form nicht aufrechtgehalten werden. Viele Tafeln haben ihren Betrieb vorübergehend eingestellt – zum Schutz ihrer Mitarbeitenden sowie Kundinnen und Kunden. Andere Tafeln organisieren ihren Betrieb um, sodass die Ausgabe der Lebensmittel möglichst kontaktarm umgesetzt werden kann.

Einen Überblick über die Situation der Tafeln in Deutschland hinsichtlich der Ausbreitung des Coronavirus sowie den Herausforderungen, denen die Tafeln momentan begegnen, wie Sie mit diesen umgehen und welche Bedarfe sie aktuell haben, lesen Sie hier (PDF-Datei, Stand: 02.04.2020).


Übersicht der vorübergehenden Tafel-Schließungen

Über 150 Tafeln im gesamten Bundesgebiet haben ihre Lebensmittelausgabe vorübergehend eingestellt. Die Schließungen sind zu einem großen Teil präventiv. Rund 90 Prozent der 60.000 Ehrenamtlichen sowie über ein Viertel der Tafel-Kundinnen und -Kunden gehören zu den lebensälteren Menschen und damit zur schützenswerten Gruppe. Häufig findet die Tafel-Ausgabe in teils engen Räumlichkeiten statt, in denen die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können.

Eine aktuelle Übersicht der Tafel-Schließungen finden Sie hier (PDF-Datei, Stand: 29.05.2020).

Aufgrund einer großen Hilfsbereitschaft aus Teilen der Bevölkerung können immer mehr der derzeit geschlossenen Tafeln neue Konzepte der Lebensmittelausgabe erarbeiten und so den Tafel-Betrieb kurz- bis mittelfristig wiederaufnehmen. Es werden zum Beispiel Lieferdienste auf- und ausgebaut, die Lebensmittelausgabe wird ins Freie verlagert oder es werden Lebensmitteltüten vorgepackt, sodass die Ausgabe möglichst kontaktarm umgesetzt werden kann.


Helferinnen und Helfer gesucht

Um die 1,65 Millionen Tafel-Kundinnen und Kunden jetzt nicht alleine zu lassen, ist die Solidarität aller gefragt. Insbesondere auf die Unterstützung jüngerer Menschen sind die Tafeln angewiesen, um die kurzfristig auftretende Lücke im Ehrenamt zuschließen. Tafeln benötigen Unterstützung, um beispielsweise Lieferdienste einzurichten oder auszuweiten sowie Lebensmittel in Tüten oder Pakete zu packen und im Hof unter freiem Himmel auszugeben. Auch andere kreative Lösungen sind willkommen, um Sozialkontakte bei der Lebensmittelausgabe so weit wie möglich zu reduzieren.

Sie möchten unterstützen? Eine Tafel in Ihrer Nähe finden Sie über die Tafel-Suche.


Finanzielle Unterstützung notwendig

Die Tafeln finanzieren sich neben Spenden über die symbolischen Beträge, die Nutzerinnen und Nutzer für die Lebensmittel zahlen. Stellt eine Tafel vorübergehend ihren Betrieb ein, fallen diese Einnahmen weg, während Fixkosten wie Miete für Ausgabestellen und Lager oder Versicherungen für Fahrzeuge weiterlaufen. Zudem ist die Umsetzung der Notfall-Konzepte, zum Beispiel eines Lieferdienstes, mit deutlichem Mehraufwand verbunden. Die Tafeln sind auf finanzielle Unterstützung angewiesen, um denen zu helfen, die in der aktuellen Situation mehr denn je auf Hilfe angewiesen sind.

Sie möchten die Tafel-Arbeit mit einer Geldspende unterstützen? Unser Spendenformular finden Sie hier.

Ohne Spende keine Tafel.

Um regelmäßig über 1,6 Millionen Menschen mit Lebensmitteln unterstützen zu können, sind wir selbst auf Spenden angewiesen. Helfen auch Sie uns dabei, Menschen in Not zu helfen!

Auf den Teller statt in die Tonne.

Lebensmittel retten und Menschen helfen das ist die Aufgabe der Tafeln. Wir arbeiten seit über 20 Jahren mit Unternehmen zusammen, die ihre gesellschaftliche Verantwortung ernst nehmen und uns ihre Produkte spenden.

Jeder gibt, was er kann.

Die Tafeln suchen immer Unterstützung: als helfende Hand bei der Lebensmittelausgabe, als Fahrer, in der Organisation oder Verwaltung. Werden Sie Teil einer der größten sozialen Bewegungen unserer Zeit wir freuen uns auf Sie!