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Wowereit wettet: 50 Tonnen Lebensmittel für die Berliner Tafel

28.04.10

Mit Hilfe der Berliner Bürger will der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit die Arbeit der Berliner Tafel unterstützen. Als Schirmherr des 16. Bundestafeltreffens, das vom 3. bis 5. Juni 2010 in Berlin stattfinden wird, schloss er am Mittwoch mit Gerd Häuser, dem Vorstandsvorsitzenden des Bundesverbandes Deutsche Tafel e. V., eine Stadtwette ab: Der Regierende wettet, dass die Berlinerinnen und Berliner in den Wochen vor dem Treffen mindestens 50 Tonnen haltbare Lebensmittel für die Berliner Tafel spenden werden. Die Spenden kommen Bedürftigen zugute.

Zum Start der Aktion am Mittwoch überreichte der Regierende Bürgermeister einen Korb mit Lebensmitteln für die Berliner Tafel. „Topp, die Wette gilt“, sagte Wowereit auf einer Pressekonferenz. „Die Berlinerinnen und Berliner haben ein großes Herz. Ich bin mir sicher, dass 50 Tonnen Lebensmittel zusammen kommen. Sollte ich mich geirrt haben, werde ich einen Tag bei der Berliner Tafel helfen.“

Bis zum 5. Juni 2010 können die Berlinerinnen und Berliner an 15 Sammelstellen haltbare Lebensmittel spenden. Geeignet sind zum Beispiel Reis, Nudeln, Kaffee, Tee, Konserven, Salz, Mehl, Süßigkeiten, Kartoffelpüree, Getränke in Tetrapaks und andere abgepackte Produkte. Frischwaren wie Obst und Gemüse oder Milchprodukte können im Rahmen der Stadtwette leider nicht entgegengenommen werden. Listen mit  Adressen der Sammelstellen und nähere Informationen zu Waren, die gespendet werden können, sind im Internet unter stadtwette.berliner-tafel.de verfügbar. Die gesammelten Spenden werden regelmäßig gewogen, so dass Zwischenstände öffentlich bekannt gegeben werden können. Das Ergebnis der Stadtwette wird am 5. Juni 2010 um 13.00 Uhr verkündet.

Gerd Häuser, Vorsitzender des Bundesverbandes, in dem mehr als 860 Tafeln aus allen Teilen Deutschlands organisiert sind, lud die Berliner zum Mitmachen ein. „`Jeder gibt, was er kann` lautet das Motto der Tafeln. Ich bin sicher, dass die Berlinerinnen und Berliner ihren Regierenden Bürgermeister bei der Stadtwette unterstützen werden“, sagte Häuser. Ziel der Aktion sei es, auf die überwiegend ehrenamtliche Arbeit der Tafeln in Deutschland aufmerksam zu machen, die durch Spenden ermöglicht wird.

„Die Berliner Tafel versorgt monatlich etwa 125 000 Menschen in Berlin mit Lebensmitteln“, erläuterte Sabine Werth, Vorsitzende der Berliner Tafel. „Die Zahl der Menschen, die auf unsere Hilfe angewiesen ist, steigt leider schneller als die Menge der gespendeten Lebensmittel“, berichtete sie: „Die zusätzlichen Spenden durch die Stadtwette können wir deshalb gut gebrauchen.“ Die 1993 gegründete Berliner Tafel, die in diesem Jahr Gastgeberin des Bundestreffens ist, ist die älteste Tafel Deutschlands. Die Lebensmittel werden in Berlin in Kooperation mit den Kirchen und dem rbb über die 45 Ausgabestellen der Aktion „LAIB und SEELE“ sowie an 350 karitative Einrichtungen verteilt.  

Zum Bundestafeltreffen im Juni werden rund 1000 Tafel-Aktive sowie Freunde und Förderer der Tafeln aus dem gesamten Bundesgebiet in Berlin erwartet. Neben Fortbildungen, Diskussionsrunden und der jährlichen Mitgliederversammlung des Bundesverbandes steht  auch eine Fest-Veranstaltung für die ehrenamtlichen Tafel-Helfer auf dem Programm. Ein Höhepunkt des Treffens wird darüber hinaus die „Lange Tafel“ am Samstag, 5. Juni 2010, auf dem Alexanderplatz sein.

Bundesweit unterstützen die Tafeln regelmäßig über eine Million bedürftige Menschen mit gespendeten Lebensmitteln. Unter den Nutzern des Tafel-Angebots befinden sich viele Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien, Alleinerziehende, Senioren und Hartz-IV-Empfänger. Mehr als 40 000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in ganz Deutschland sammeln regelmäßig überschüssige, aber qualitativ einwandfreie Waren im Handel und bei Herstellern ein und geben sie an Bedürftige weiter.

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